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hatte; „mit ihm könntet Ihr um wenige Grant* ans Landgerudert werden."
Der Bursche in dem Boote gehörte zu der Klaffe der Lazza-roni: er trug ein reinliches wollenes Hemd, eine phrpgische Mützeund wollene Beinkleider, die bloS bis auf die Kniee gingen, so daßseine kräftigen Arme und Beine — tu ihren schönen Verhältnissen,ihrer Rundung und Muskulatur wahre Modelle zu einer Bildsäule —ganz nackt blieben. Nur die Füße machten eine Ausnahme vondem sonst üblichen Anzuge dieser Leute: der Bursche trug ein Paarzierlicher, leinener Schuhe, die fast wie die Mokassins der IndianerAmerikas verziert waren.
Carlo warf einen Blick auf diesen Mann, der die Laufplankeder Fregatte emsig zu bewachen und eine Fracht von da zu erwar-ten schien; kaum hatte ihm der Oheim eine kleine Silbermünzegewiesen, als das kleine Boot alsbald am Fuß der großen Fall-reepstreppe anlegte. Ghita stieg hinab und sobald sie mit ihremOheim Platz genommen hatte, schoß die Barke — denn größerwar das Fahrzeug nicht — pfeilschnell an dem Schiffe vorüber,obgleich noch einige andere Passagiere, die gleichfalls von ihrentreulosen Bootsleuten besseren Lohnes halber tm Stiche gelassenworden waren, dem Fährmanne zuriefen, daß er sie ebenfalls mit-uehmen möchte.
„Wir gehen am Besten allein, selbst wenn'S uns einen höherenPreis kostet," bemerkte Carlo ruhig gegen seine Nichte, als er die-sen Umstand entdeckte. „Rudere uns eine kurze Strecke von demSchiffe weg, Freund — dorthin, wo weniger Boote sind und Dusollst Dir einen schönen Lohn verdienen. Wir haben ein Interessefür diese feierliche Scene, möchten aber gerne unbemerkt bleiben."
„Das weiß ich wohl, Signor Carlo," gab der Bootsmann zurAntwort, „ich will schon dafür sorgen, daß Ihr nicht belästigt werdet."
* Ein Grano ist eine neapolitanische Silbermünze im Werth von dreiPfennigen, D. U.