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14 (1843) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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es überhaupt eine solche ist durch Thcilnahme zu lindern, willich herzlich gerne thun; doch Deine ehrwürdige Gestalt leiden zusehen davor muß ich zurückbeben!"

Und das willst Dn thun für einen Mann, den Du bis zudieser Stunde niemals gesehen? einen Mann, den man Dir wohlschwerlich als gerecht, wenigstens gegen Dich, geschildert haben kann?"

Wenn ich Dich vor diesem Besuche auch nie sah, Groß-vater, so habe ich Dich dennoch von Kindheit auf geliebt und fürDich gebetet. Mein vortrefflicher Oheim lehrte mich frühzeitigdiese Pflicht ausüben, niemals aber predigte er mir Haß gegen Dichoder irgend einen Menschen. Mein eigener Vater ist längst heim-gegangen; das was er Dir heute gewesen wäre, das will ich nun-mehr zu seyn versuchen. Die Welt gilt mir nichts, und Dich wirdder Gedanke trösten, daß ein Wesen in Deiner Nähe weilt, dessenSeele um Dich weint und die sich ganz in Gebet auflösen möchte,um jenseits für Dich Verzeihung zu erflehen."

Und dieses Wesen darf ich erst eine Stunde vor meinem Todekennen lernen, Vater! Gott züchtigt mich für das Unrecht, dasich an Ghita begangen, indem er mich ihren Werth erst jetzt er-kennen läßt, da es zu spät ist, um mich desselben zu erfreuen. Nein,

Ghita, mein theures Kind ein solches Opfer soll nicht von Dir

gefordert werden. Nimm dies Kreuz es stammt von meiner

Mutter; auf ihrem Herzen hat es geruht, und lange Zeit Hab ich'S

auf dem meinigen getragen: nimm es als ein Andenken an Deinenunglücklichen Großvater und bete für mich; aber verlasse diesesSchreckensschiff und laß Deine zarte Seele nicht durch einen Anblickerschüttern, der für Dein Geschlecht, wie für Deine Jahre gleichunpassend ist. Mein Segen ja mein bester Segen sey mit Dir,mein Kind! Wollte Gott, ich hätte Dich früher gekannt; dochselbst diese späte Erkenntniß Deines Werthes hat mein Herz er-leichtert. Dn findest in mir einen armen verurtheilten Verbrecher,der nicht im Stande ist, für Deine künftigen Bedürfnisse zu sorgen