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14 (1843) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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wenn sich's um die Rettung eines Menschenlebens handelt ja eSist nach mehr als hassend eS ist sogar barmherzig in Gottes Augen."

Was kannst Du davon wissen? Der Gedanke, daß Du vondem Blute der Caraccioii in Dir trägst, hat Dich Dein Geschlechtund Deine Lage vergessen lassen, um Dir dafür eine romantischePflicht-Idee vor Augen zu halten."

Nein, Signora, so ist es nicht. Schon vor achtzehn Jahrenhat man mich belehrt, daß der unglückliche Admiral mein Großvaterscy; da eg aber sein Wille war und er mich nicht sehen wollte, sofühlte ich nie das Verlangen, mich ihm auszudrängen. Vor demheutigen Morgen ist mir der Gedanke, daß ich das Blut der Ca-raccioli in mir trage, noch nie in den Sinn gekommen, wenn nichtetwa, um die Sünde meiner Großmutter zu betrauern und selbstjetzt hat eS mir schon bitteren Schmerz verursacht, daß ein sograusames Loos das Schicksal Desjenigen bedroht, der jene Schuldmit ihr thcilte."

Du bist kühn, Mädchen, daß Du auf solche Art von DeinenVerwandten zu sprechen wagst, zumal sie zu dem hohen Adeldieses Landes gehören!"

Bei diesen Worten flammte hohe Nöthe auf dem Antlitz derDame und ihr Blick war noch finsterer als zuvor, denn auch siezählte einzelne Vorfälle in ihrem früheren Leben, welche die ein-fache Sprache einer strengen Moralität gleich beleidigend für ihrOhr wie für ihre Erinnerung machten.

Nicht ich bin eS, Eccellenza, sondern Gott selber ist's, deralso spricht. Gerade das Verbrechen ist ein weiterer Grund, warumsich dieser große Admiral seines Einflusses bedienen sollte, um dasLeben eines Sünders vor einem so übereilten Ende zu retten. DerTod ist Allen fürchterlich, nur nicht denen, welche mit Herz undSeele auf die Vermittlung des Sohnes Gottes vertrauen: doppeltfurchtbar aber ?st er, wenn er uns plötzlich und unvorgesche» über-fällt. Zwar ist Don Francesco bereits hoch betagt: aber habt