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14 (1843) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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ja doch sogar von Männern unweise, sich in diesen unruhigen Zeitenin die Politik einzumischcn."

Es ist ja nicht die Politik, Signora, die mich hierher führt,sondern einzig und allein Natur und Pflichtgefühl fromme Liebefür meines Vater Vater!"

Was willst Du also Vorbringen, Kind?" fragte die Dameungeduldig;vergiß nicht, daß Du vor einem Manne stehst, dessenZeit kostbar ist und für ganze Nationen vonhoher Wichtigkeit sehn kann."

Ich glaube das, Eccellenza, und will mich darum auch kurzzu fassen suchen. Ich wünsche, meines Großvaters Leben von die-sem berühmten Fremden zu erflehen. Man sagt mir, der Königwerde ihm nichts abschlagen er darf es also nur von Don Fer-dinando verlangen, um cS auch zu erhalten."

Manche würden vielleicht die gereiften Reize der Dame derUnschuld athmendcn Schönheit des Mädchens vorgezogen haben;wer aber beide in diesem Augenblicke gesehen hätte, müßte ganzgewiß anderer Meinung geworden sehn. Auf Ghita'S Antlitz strahltedie heilige Hoffnung und der fromme Ernst, der sie hieher geführthatte: dagegen lauerte ein finsterer Ausdruck hinter den Zügen derenglischen Schönheit, der sic eines ihrer grüßten Reize derSanftmuth und Güte ihres Geschlechts beraubte. Wären keine .Zuschauer zugegen gewesen, so würde das Mädchen wahrscheinlich aufeine rauhe Art zurückgestoßen worden sehn; so aber bildete Zurück-haltung keinen geringen Bestandtheil in dem Charakter dieser Frauund sie überwachte ihre Gefühle nur, um desto besser zu ihremZwecke zu gelangen.

Der Admiral hier ist kein Neapolitaner, sondern ein Englän-der," gab sie zur Antwort;und kann also mit der Gerechtigkeiteures Königs nichts zu schaffen haben. Er würde es kaum fürpassend halten, sich in die Vollstreckung der neapolitanischen Gesetzezu mengen."

Es ist immer paffend, Signora, sich dann darein zu mengen.