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14 (1843) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
Entstehung
Seite
279
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zuerst ihre Fassung wieder, während Nelson fünf bis sechs Mal inder Kajüte auf und abging und mit seinem verstümmelte» Armezuckte, ehe er nur wieder aufblicken konnte.

»Ich wollte eben fragen, ob denn diese ewige» Quälereienniemals ein Ende nehmen werden," bemerkte die Dame auf englisch;hier aber muß wohl ein Mißverständniß obwalten. Das HausCaraceioli ist eines der erlauchtesten in ganz Italien und es istkaum denkbar, daß Leute dieser Klaffe für Den, welchen wir meinen,ein solches Interesse haben können. Ich will deßhalb der Sacheweiter nachsorschen. Signorina," fuhr sie auf italienisch undzwar in strengem Tone fort, als ob ihr dieß von dem Verhörendenalso geboten wäre »der Name Caraceioli ist ein edler Nameund wird nicht leicht von der Tochter eines fürstlichen ThurmwärterSgeführt werden."

Ghita zitterte und blickte beschämt zu Boden; doch war derBeweggrund ihres jetzigen Schrittes zu edel und sie selbst zu un-schuldig , um sich im Angesichte einer Schuldbewußten lange zurück-schrecken zu lassen; als die Gluth, welche der Abendröthe glich, dieso oft an dem Himmel ihres Geburtslandes hinzieht, von ihrenWangen gewichen war, schlug sie die Augen empor und schaute derfinsterblickenden Dame in's Gesicht.

Ich weiß, was Eure Eccellcnza meint," lautete ihre Ant-wort,und fühle wohl, daß Ihr Recht habt; doch wäre es grau-sam gegen das Kind, wenn es nicht den Namen seines Vaterstragen dürfte. Der meinige hieß Caraceioli und hinierließ mirals einziges Erbe diesen seinen Namen. Ob er selbst hiezu berech-tigt gewesen, das laßt Euch von meinem Oheime erzählen."

»So sprecht denn, Signor Giuntotardi: zuerst gebt uns dieGeschichte dieses Namens dann erzählt uns, was Euch hiehergebracht hat."

Meine Schwester, edle Dame, ein frommes, unschuldigesWeib, wie nur je eines in Italien lebte, der Himmel habe sie