selig! — heirathete Don Francesco Caraccioli, den Sohn desselbenDon Francesco, der, aus jenem erlauchten Hause stammend, nun-mehr zum Tode verurtheilt ist, weil er die Flotte gegen den Königführte. Meine Ghita hier ist die einzige Frucht dleser Verbindung.Zwar hatte die Kirche das Band nicht gesegnet, das den Vatermeiner Nichte ins Leben rief; aber der edle Admiral zögerte nie-mals, seinen Sohn anzuerkennen, und verlieh ihm seinen Namen, bisLetzterer, von Liebe bewogen, die Schwester eines armen Gelehrtenzur Gattin nahm. Dann allerdings begann sein Vater, das Ant-litz von ihm abzuwcnden und bald entzog der Tod beide Gattendem Bereiche alles irdischen Haders. — Dich ist unsere, einfacheGeschichte, edle und erlauchte Signora; dich ist der Grund, warummeine arme Nichte hier den großen Namen der Caraccioli führt."
„Ihr wollt uns also zu verstehen geben, Signor Giuntotardi,daß Eure Nichte als Tochter eines natürlichen Sohnes von DonFrancesco Caraccioli die Enkelin des unglücklichen Admirals ist?"
„So ist es, Signora. Da meine Schwester mit ihrem Gat-ten wirklich vermählt war, so konnte ich nicht weniger thun, alsihre Tochter, die ich erzog, einen Namen führen zu lassen, welchenihr Vater schon vor ihr hatte tragen dürfen."
„Solche Dinge sind ganz natürlich und es bedarf deshalb kei-ner Entschuldigung. Jetzt nur noch eine Frage, ehe ich dem eng-lischen Admiral den Inhalt Eurer Rede erkläre: — weiß Fürst Ca-raccwli von dem Daseyu dieser seiner Enkelin?"
„Ich fürchte — nein, Eccellenza. Ihre Eltern starben so früh-zeitig — ich selbst liebte das Kind so sehr — und es war so wenigHoffnung vorhanden, daß ein erlauchter Herr wie er, eine durchdie heilige Kirche geweihte Verbindung mit niederen Personen, wiewir — anerkennen würde, daß ich zur Sicherung der Ansprüche mei-ner Nichte nie mehr gethan habe, als daß ich sic den Namen ihresVaters führen ließ."
Die Dame schien durch diese Worte getröstet und erklärte jetzt