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wiederholt. Stellt Eure Fragen, Mylord; sie sollen mit denAntworten, die ich erhalte, getreulich übersetzt werden. Ich willnur hoffen, daß Kapitän Cuffe eben so schuldlos aus der Sachehervorgeht, als es für jetzt den Anschein hat."
Die beiden Herren lächelten; doch konnte der Scherz den Ka-pitän nicht beunruhigen, da er noch vor sünf Minuten von demDaseyn der beiden Fremden durchaus nichts gewußt hatte und dieKeckheit der Anspielungen zu der auf Schiffen herrschenden Freiheit,sowie zu den Sitten des Landes, wo sie sich eben jetzt befanden,nicht übel zu passen schien.
„Wir wollen uns zuerst nach dem Namen dieses würdigenMannes erkundigen, wenn Ihr ihn gefälligst darum befragen wollt,"bemerkte Nelson gegen seine schöne Freundin.
„Carlo Giuntotardi, edle Dame, ehemals ein armer Gelehrterhier in Neapel, jetzt Aufseher der fürstlichen Warlthürme auf denHöhen von Argcntaro," lautete die ruhige, aber ehrerbietige Ant-wort des Mannes, der ebenso wie seine Nichte den angebotenenStuhl abgelehnt hatte, so daß die ganze Gesellschaft stehen blieb— „Carlo Giuntotardi, erlauchte Dame."
„Ein recht guter Name, Signore, dessen Ihr Euch keineswegszu schämen braucht. — Und der Deinige?" fuhr sie fort, indemsie sich an das Mädchen wendete:
„Ghita Caraccioli, Eccellenza — Schwestertochtcr dieses ehr-lichen Thurmwärters des Fürsten."
Hätte sich eine Bombe über dem Foudroyant entladen, Nelsonhätte sicherlich nicht so heftig zusammenfahren können; auch überdas schöne Gesicht der Dame ging ein Schatten finsteren Unmuths,der nicht ganz frei von Furcht zu seyn schien. Selbst Cuffe hattedas Mädchen wenigstens in so weit verstanden, daß er ihren Namenaufsing; er trat einen Schritt vorwärts, indem sich lebhafte Neugierdeund ängstliche Verwirrung auf seinem röthlichen Gesichte abmalten.
Bald aber war diese Erschütterung vorüber: die Dame gewann