an den Vicestatihalter gerichtet und dessen Antworten vernommenhatte — der Sache, so schwer cS ihn auch ankam, Glaubenzu schenken. Kr trug seinen offiziellen Bericht in der Tasche undwar im Verlaufe der Unterredung damit beschäftigt, ihn insgeheimin so kleine Stücke zu zerreißen, baß selbst ein Mahomedaner siefür zu winzig erklärt haben würde, um nur das Wörtchen ,Allah*darauf zu schreiben.
„Ein vcrd — es Glück ist's noch, Griffin, daß der Briefnicht schon heute früh nach Livorno abging." bemerkte er nach einerlangen Pause. „Nelson würde mich nicht übel gebrontet^ haben,wenn er ihn erhalten hätte. Und doch habe ich noch nie auch nurhalb so fest an die ncunundzwanzig Artikel geglaubt, als —"
„Ich glaube, es sind deren neununddreißig, Kapitän Cuffe,"fiel Griffin bescheiden ein.
„Nun, meinetwegen neunnnddreißig, wenn Ihr wollt —was wollen auch zehn mehr oder weniger in solchen Dingen bedeu-ten? Man müßte sie ja doch alle glauben, wenn'S deren auch einganzes Hundert wäre. Aber ich habe an sie niemals so fest, wiean die Vernichtung dieses höllischen Hallunken geglaubt. Jetzt istmein Glaube für mein Lebenlang erschüttert!"
Griffin äußerte einige Worte des Bedauerns, war aber selbstzu schmerzlich betroffen, um einem Andern viel Trost einsprechen zukönnen. Andrea Barrvfaldi, der wohl sah. wie die Sachen standen,trat jetzt als artiger Wirth dazwischen und lud die beiden Offiziereein, sein Junggesellenfrühstück mit ihm zu »heilen.
Die weiteren Folgen dieses Besuchs, so wie die Mittheilungen,zu welchen er Veranlassung gab, sollen im Verlaufe unserer Er-zählung nachgeholt werden.
» Anspielung auf Nelsons Titel, als Herzog von Bronte. D. U.