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14 (1843) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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glaubst? Du weißt, daß Du bist daß Du einen Lugger bauenund Sonne und Sterne zu Rathe ziehen kannst, um mit HülfeDeines Geistes selbst über den weitesten Ocean Deinen Weg zufinden warum willst Du also nicht annehmen, daß es noch einhöheres Wesen geben kann, daß weit mehr als dieß zu thun ver-mag. Deine Grundsätze lassen sich sogar durch Dich selbst bestreiten das Samenkorn kann seiner treibenden Kraft beraubt derBaum zerstört werden; wenn nun Grundsätze auf diese Art aufge-hoben werden können, so kann ja auch eines Tags ein Zufall durchVernichtung ihres Grundsatzes die Schöpfung selbst vernichten. Ichscheue mich, mit Dir von der Offenbarung zu sprechen, Raoul, dennich weiß, daß Du sie verspottest!"

Nicht, wenn sie von Deinen Lippen kommt, theure Ghita.Es mag sehn,' daß ich dem, was Du sprichst und verehrst, meinenGlauben nicht schenke spotten aber werde ich nie darüber."

Ich könnte Dir hiesür danken, Raoul; doch fühle ich, daß ich damiteine Huldigung auf mich bezöge, die einem Anderen gebührt. Hier istaber meine Guitarre und ich muß Dich leider erinnern, daß der heil.Jungfrau heute Abend auf Deinem Lugger noch keine Hymne dar-gebracht wurde: Du kannst Dir kaum denken, wie süß eine Hymne,auf dem Wasser gesungen, lautet! Ich hörte die Mannschaft aufdem Schiffe, das dort vor der Fregatte vor Anker liegt, jenenPsalm singen, während Deine Leute in ihren leichten provcnyalischenLiedern der Schönheit des Weibes ein Lob anstimmten, statt sich indem Preise ihres Schöpfers zu vereinigen."

Du willst wohl Deine Hymne singen, Ghita, sonst würdestDu Deiner Guitarre nicht erwähnt haben?"

Ja, Raoul, das will ich. Ich habe Deine Seele noch immernach einer heiligen Musik am sanftesten gestimmt gefunden. Werweiß, ob sie nicht eines Tages gerade durch diese Hymne gerührtund bekehrt wird!"

Ghita schwieg eine Weile; ihre zarte» Finger fuhren über die