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so nahe beim Wind erhalten, daß die Segel manchmal gekillt ^ zuwerden anfingen. Dieß war für sie der sicherste Weg, in so ferndie See ruhig war und das Schiff auch nicht leewärts abficl. Dochschaute die Fregatte, wie man zu sagen pflegt, noch immer kaumnach dem Punkte, an dem man nothwendig vorüber mußte, und dadie Schiffe fast niemals besser „segeln" als sie „schauen,"^ soherrschte am Bord der Proserpina, je mehr dieselbe mit dem Vor-gebirge in gleiche Höhe gelangte, noch immer der höchst bedenklicheZweifel, ob man auch um dasselbe würde Herumsteuern können.
„Ich fürchte, Kapitän Cuffe, wir werden nicht genug Fahrwasserhaben, um gut vorbei zu kommen, Sir," bemerkte der rastlose Griffin;„mir scheint, das Schiff fällt heute auf eine unerklärliche Meiseleewärts ab!"
„Es hat sich noch niemals besser gehalten, Griffin. Ich hoffeim Gegentheil, daß hier herum eine leichte Strömung von der Küsteabführt, denn dieses Vorgebirge steht mit den Hochlanden vonKorsika in gleicher Höhe. Ihr seht, wie das Wrack der DivinaProvidenza um die Bai herumschwimmt und abermals windwärtsin die See getrieben wird."
„Das könnte uns in der That von Nutzen seyn! Auf denPuttingen ist Alles in Bereitschaft, Sir! — sollen wir einmal dasLvth auswerfen?"
Cuffe gab seine Zustimmung und das Loth fing an zu arbeiten.In diesem Augenblicke segelte das Schiff mit acht Knoten Geschwin-digkeit und der Mann auf den Rüsten berichtete, daß er mit fünf-zehn Faden noch keinen Grund finde. Dieß zwar gut und noch zweioder drei Mal folgte dieselbe Meldung.
Nun wurde Befehl gegeben, alle Leinen anzuziehcn, die Brassen
* Die Segel killen beißt sie mit dem Winde parallel stellen, sodaß er sie von keiner Seite fassen kann.
Unter diesem Schauen eines Schiffes versteht man dessen Fähigkeit,eine gegebene Richtung unverändert beizubehalten. D. U.