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14 (1843) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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scheidung erst jetzt herannahen mußte. Der Westwind pflegte umdiese Tageszeit oft recht frisch zu wehen, und sollte er sich jetztwirklich noch verstärken, so bedurfte Raoul aller seiner Segel, umeinem so anerkannt gefährlichen Iagdschiffe, wie die Proserpina, zuentkommen. Wie lange sein Hauptmast oder dessen Raa noch aus-halten würde, konnte er nicht wissen; da er aber vor der Hand raschvorwärts kam, so beschloß er, das Eisen zu schmieden, so langecS warm war, um wo möglich, noch ehe die Brise stärker würde,wenigstens so weit zu gelangen, daß er seine Segel ändern und dieSpieren fischen könnte, ohne aufs Neue in den Bereich so rauherGäste zu kommen, wie die waren, welche noch kaum zuvor sein ge-brechliches Fahrzeug heimgesucht hatten.

Die hiezu geeigneten Vorkehrungen bliebe» in der Zwischenzeitnicht vernachläßigt. Auf die Masten wurden Matrosen geschickt, umdie beideck Spieren, so gut es unter diesen Umständen geschehenkonnte, zu stützen, »nd die Spannung der Taue wurde etwas auf-gelockert, indem man den Lugger so viel abhielt, als mit Sicher-heit geschehen konnte, ohne die Fregatte in den Stand zu setzen,ihre Leesegel aufzuhiffen.

Es ist etwas so Aufregendes um eine Jagd, daß sich die See-leute fast immer noch mehr Wind herbei wünschen, ohne zu bedenken,daß die Kraft, welche ihre eigene Eile vergrößert, auch die derandern Parthie, und zwar oft in unverhältnißmäßig höherem Grade,beschleunigen muß. Für den Irrwisch wäre es weit vortheilhaftergewesen, wenn der Wind noch schwächer, als er wirklich blies, gewehthätte, denn er segelte verhältnißmäßig weit schneller bei leichten,als bei starken Brisen. Raoul wußte aus Jthuel's Angabe, daßdie Proserpina besonders bei frischem Winde ein ausgezeichneterSchnellsegler war und dennoch schien es ihm. als ob sein Luggernicht mit hinreichender Geschwindigkeit vorwärts käme, obwohl ergewiß sehn durfte, daß, im Fall der Wind sich verstärkte, sein Feindgenau mit derselben Geschwindigkeit, wie er selbst, ihm folgen würde.