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14 (1843) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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204
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Vierteljahrhundert unter den Glaubensansichten der neueren Sektenseines eigenen Vaterlandes aufgetaucht sind wenigstens etwa«mehr Achtung vor den konsequenteren und ehrwürdigeren Confeffionender übrigen christlichen Welt gewonnen haben.

Passende Gewänder!" wiederholte Jthuel mit verächtlichemTone;wozu sollte es in den Augen des Höchsten besonderer Ge-wänder bedürfen? Nein; wenn ich einmal eine Religion haben muß und ich weiß, daß sie uns nöthig und heilsam ist so soll eswenigstens eine reine, nackte Religion sehn, die sich auch vor derVernunft verantworten kann. Ist das nicht richtig gedacht,Monsieur Nule?"

Mn löi, vul. Vernunft vor allen Dingen, Ghita, und beson-ders Vernunft in der Religion."

Ach, Naoul, das ist's gerade, was euch irreführt und zumUnrechten verleitet," erwiederte das Mädchen ernsthaft.Nur Glaubeund demuthsvollc Ergebung ist nöthig, um uns das richtige Gefühlfür den Höchsten einzupflanzen und dennoch verlangt ihr von Ihm,der das Weltall geschaffen und den Odem des Lebens in eure Brustgehaucht hat Vernunftgründe für diese seine Werke?"

Sind wir nicht vernünftige und denkende Geschöpfe, Ghita,"versetzte Raoul sanft und mit einer Aufrichtigkeit und Wahrheit,welche unter solchen Umständen sogar seinen SkepticiSmuS anziehendund achtungswerth machten;und ist es also wohl unvernünftig,wenn wir unserer Natur gemäß zu handeln verlangen? Kann icheinen Gott verehren, den ich nicht verstehe?"

Könntest Du ihn denn verehren, wenn Du ihn wirklichverstündest? Er würde ja aufhören, Gott zu seyn und müßte unse-res Gleichen werden, wenn sich sein Wesen und seine Eigenschaftenzu unserem Fassungsvermögen herabziehen ließen. Wenn jetzt einerDeiner Untergebenen hier auf das Quarterdeck heraufkäme, und daraufbestehen wollte, alle Deine Beweggründe von Dir zu vernehmen,warum Du auf dieser kleinen Felukke diese und jene Befehle gege-