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14 (1843) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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war die Art, wie die Gebräuche der römischen Kirche von der Massedes protestantischen Pöbels angesehen wurden, noch immer ein tiefesGeheimniß. Der Gedanke, daß ste Bilder anbete, hatte noch nieihren unschuldigen Sinn beunruhigt, denn so oft ste auch schon vorihrem kleinen elfenbeinernen Kruzifire niedergekniet war, so hatteste doch noch nie daran gedacht, daß ein Mensch so unwissend sehnund das bloße körperliche Bild des Opfers, das hiedurch vorge-stellt werden sollte, mit der göttlichen Sühne selbst verwechseln könnte.

ES ist doch gewiß schicklich, sich am Altäre in paffende Ge-wänder zu kleiden," versetzte Ghita,und die Diener Gottes sollennicht angethan seyn wie andere Menschenkinder. Wir wissen freilich,daß das Herz, die Seele ergriffen seyn muß, um vor Gott Gnadezu finden: dieß macht aber die äußerlichen Zeichen der Verehrung,die wir sogar uns selbst unter einander erweisen, durchaus nichtentbehrlich. Was die Bilderverehrung betrifft, so wäre dieß ja reineGötzendienerei und eben so schlimm als das Heidenthum sselber."

Jthucl schien verwirrt: er hatte noch nie im Geringsten be-zweifelt, daß die Bilderverehrung einen wesentlichen Theil deS ka-tholischen Gottesdienstes ausmache, und den Papst vollends mit seinenKardinälen hielt er eben so unauflöslich mit dem Glauben dieserKirche verbunden, als er es bei seiner eigenen für wesentlich hielt,daß die Priester keine Chorröckc trügen und die Kirchen viereckigeFenster hätten. So abgeschmackt dieß heut zu Tage und so gott-los es vielleicht in einem späteren Jahrhundert erscheinen mages bildete und bildet noch jetzt keinen kleinen Theil des Sekten- /

glaubens und schlich sich nicht selten in die heftigen Zänkereien dererein, welche für nöthig hielten ihrem Gott zu Liebe Streit zu führen.

Könnten wir nur auf unsere eigenen Meinungsändcrungen zurück-blicken wir würden das Vertrauen in die Wahrheit unserer Gefühlewohl manchmal tief erschüttert finden, und vor Allen, sollte manmeinen, müßte ein Amerikaner, der lange genug gelebt hat, um dieSchwindeleien und Lächerlichkeiten mit anzusehen, welche seit einem