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14 (1843) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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Anspruch, wo» brave, und zwischen Etwas und Nichts kann keineÄhnlichkeit stattfinden."

Zn Ghita'S Blick war eher Güte als Vorwurf zu lesen; dochwar ein tiefer Kummer darin nicht zu verkennen.

Worin kann denn unsere Religion verschieden seyu," fragtesie,wenn wir beide Christen sind: Italiener oder Amerikanerdas ist ja ganz dasselbe."

Das kommt daher, weil Ihr nichts von Ameriky wißt,"meinte Jthuel, der von seiner eigenen Meinung über sich selbst, sowie über den Theil der Welt, von welchem er herstammte, viel zu sehrerfüllt war.Erstens habt ihr in eurer Religion einen Papst undKardinale und Bischöfe und lauter solche Geschichten, während wirdurchaus nichts davon wissen wollen."

Allerdings haben wir einen heiligen Vater und haben Kardi-nale sie alle aber sind nicht meine Religion," antwortete Ghitamit Verwunderung in ihren Blicken.Die Bischöfe sind freilichvon Gott eingesetzt und bilden einen Theil unserer Kirche; derBischof von Rom insbesondere ist das Haupt der Kirche auf Erden aber nichts weiter."

Nichts weiter! Betet ihr nicht auch Bilder an und wechseltbei eurem Gottesdienste die Gewänder; kniet ihr nicht niederwas mir jedenfalls sehr gezwungen und profan erscheint undverkehrt ihr nicht alles in eitle Ceremonien?"

Hätte sich Jthuel mit Leib und Seele verbindlich gemacht,einen der Streitsätze der Orforder Traktate zu verfechten erhätte diese Worte nicht mit größerem Eifer oder mit selbstgerechtererWärme aussprechen können. Sein Geist beherbergte einen Vor-rath der allergewöhnlichsten Anklagepunkte, wie sie die ausnehmendordinären sektirerischenDistinktionen seines Vaterlandes aufstellten, under hielt es für einen hohen Grad protestantischer Vollkommenheit,all' jene veralteten Gebräuche mit tiefem Abscheu zu betrachten.

Ghita dagegen hörte ihm mit Verwunderung zu, denn für sie