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in diesem Punkte zu gut, als daß er bei einer solchen Frage Er-staunen gefühlt oder ausgedrückt hätte. Dennoch war ihm der Ge-danke bei seinen Ansichten und Vornrtheilen höchlich zuwider, denner hatte von Jugend auf die Religion selbst dann verehren gelernt,Wenn er auch noch so sehr im Dienste des Bösen befangen gewesen.Mit einem Worte — Jthuel war einer jener Abkömmlinge derPuritaner, welche „himmelwärts" (wie man dieß nannte) — soweit nämlich seine Theorie irgendwo in'S Spiel kam — untadclhaft,„erdwärts" dagegen nicht anders als „die Schriftgelehrten undPharisäer" lebte. Nichts destoweniger „stand er jederzeit aufrechtfür seine Religion," wie er sich selbst hierbei auszudrücken Pflegte— ein Thema, worüber ihn schon seine englischen Kameraden mitihren Witzen verfolgt hatten, indem sie behaupteten, er „stehe sogaraufrecht," während die ganze Schiffsmannschaft auf denKnieen liege.
„Ich fürchte fast, Monsieur Rule," gab er zur Antwort, „daßihr in Frankreich das Tau des Republikanismus am Unrechten Endeangcfaßt habt. Wir in Ameriky stellen die Religion sogar nochüber die Dollars — wenn Euch das nicht überzeugt, so habe ichweiter nichts mehr zu sagen. — Ich wollte, Ihr könntet einmaleinen Sonntag in unserem Granitstaate verleben, Signorina Ghita,damit Ihr einen .Begriff davon bekämet, wie unsere westliche Reli-gion eigentlich beschaffen ist."
„Jede wahre Religion — jede wahre Gottesverehrung ist odersollte wenigstens ein und dieselbe seyn, Signor Jtuello, mögen wirsie im Osten oder im Westen betrachten. Ein Christ ist und bleibtein Christ, wo er auch leben und sterben möge."
„Das ist, glaub ich, nicht gerade nach unserer Kirchenordnung.Nein, nein — Gott segne Euch, junge Dame — aber Eure Re-ligion ist der mein! gen eben so wenig ähnlich, als letztere mitjener des Erzbischofs von Canterbnry oder mit der des MonsieurRule hier übereiustimmt!"
„klm inienno!" rief Raoul, „ich mache auf gar keine Religion