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14 (1843) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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' mochte sie dem Lugger mit der Geschwindigkeit von einem Knotenauf die Stunde näher kommen.

Die Divina Providenza war gerade auf Kanoneuschußweitevon der Fregatte, von dem Lugger aber ungefähr eine Meile ent-fernt, als die Boote von der elfteren absticßen: doch hielt sie sichganz nahe ans Land und stand etwa in gleicher Höhe mit der schonoft erwähnten Bai. Die Boote ruderten natürlich von dem Schiffe,das sie verlassen hatten, in gerader Linie gegen dasjenige, welchessie zu verfolgen bestimmt waren.

Es mochte jetzt ungefähr eilf Uhr Morgens sehn eine Tages-zeit, wo das mittelländische Meer unter den vierundzwanzig Stundender italienischen Zeitrechnung gewöhnlich glatt wie ein Spiegel undso ruhig ist, als ob es überhaupt gar nichts von Stürmen wüßte.Den Morgen über hatte sich zwar in der Luftströmung einige Un-regelmäßigkeit gezeigt: die südliche Brise, im Allgemeinen schwachund häufig wechselnd, war noch schwächer und unbeständiger als ge-wöhnlich gewesen doch war, wie wir gesehen haben, nochimmer Wind genug vorhanden, um ein Schiff durch die Wogen zutreiben und hätte sich Naoul so emsig wie die Mannschaft aus denbeiden andern Fahrzeugen bewiesen, so hätte er in diesem Augen-blicke jenseits der westlichen Spitze der Insel und weit außer demBereiche seines Feindes sepn können. So aber hatte er sich damitbegnügt, die beiden andern Fahrzeuge fortwährend zu beobachten,während diese ihm allmählig immer näher gerückt waren.

ES läßt sich nicht läugnen, die Kriegslist mit der Felukke warsehr wohl ersonnen und es hatte allen Anschein, als ob sie vollkommengelingen sollte. Hätte Jthuel die Fregatte sein früheres Ge-sängniß , wie er sie mit Bitterkeit nannte nicht so genau gekannt,so wäre die Mannschaft des Luggers wahrscheinlich von ihrem soscharfsinnig berechnenden Gegner übertölpelt worden, denn so, wiejetzt die Sachen standen, herrschte bereits ein großer Zwiespalt inden Ansichten der Betheiligten und Raoul war nur zu sehr zu dem