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14 (1843) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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185
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liefe! Seht nur was haben sie jetzt wieder mit einer neapoli-tanischen Felukke zu schaffen, da doch England ein geschworenerFreund von Neapel ist?"

Raoul gab keine Antwort, sondern beobachtete schweigend dieseneue Bewegung. Der Leser wird sogleich errathen, daß JthuelSBemerkung durch das Erscheinen der Boote hervorgerufen wordenwar: diese stießen, fünf an der Zahl, im nämlichen Augenblicke vonder Fregatte ab und ruderten gerades Wegs auf die Felukke los.

Um dem Leser die nun folgenden Ereignisse verständlicher zumachen, wird cs nöthig seyn, die gegenseitige Stellung der bethei-liglen Parthien, die Stunde und den Stand des Wetters etwasgenauer zu schildern.

Der Irrwisch hatte seit dem Augenblicke, da er sein Bratspill-segel zuerst überhalt hatte, seine Stellung nicht wesentlich geändert.Er lag immer noch eine volle Meile nordwestlich und im vollen Ange-sichte von Andrea Barrofaldi's Wohnung; südlich von ihm und geradein der Richtung seines Hintertheils lag die früher erwähnte tiefeBai. In der Richtung des Steuers, so wie in der Zahl der Segelwar keine Veränderung zu bemerken; letztere ruhten noch in denGeitauen; das erstere wurde nieder gehalten.

Die Fregatte hatte während der letzten Stunde ihr Gaklionwestwärts gestellt und war eine ziemliche Strecke weit in dieserRichtung fortgesegelt: sie stand nun ungefähr zwei Meilen vomLand entfernt und dem Lugger gerade so nahe, als dieser dem Vor-gebirge war. Wegen des schwachen Windes hatte sie ihre großenSegel eingehißt, die oberen Segel aber waren alle entfaltet unddabei aufs Sorgfältigste^ gestellt und überwacht, um die labbereKühle,* d. h. den schwachen Lufthauch, der die Bramsegel vonZxitzu Zeit auswärts schwellte, auf's Beste zu benützen. Im Ganzen

* Mit einem Seemannsausdrucke nennt man ein solches Lüftchen eine.Katzenpfote". D. U.