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14 (1843) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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Diese Felukke ist dasselbe Fahrzeug, das zunächst am Lan-dungsplätze lag/' bemerkte Ravul ruhig; er war nämlich auf dasBorkastell gekommen, um sich mitJthuel zu besprechen.Sie nenntsich In vivina proviäenra, und treibt Schmuggelhandel zwischenLivorno und Korsika; wahrscheinlich ist sie in diesem Augenblicknach letztgenannter Insel unterwegs. Es ist in der That ein kühnerSchritt, unter solchen Umständen geradezu auf den Hafen loSzusteuern!"

Livorno ist ein Freihafen," erwiederte Jthuel;und so hatsic ja das Schmuggeln nicht nöthig."

Ja, frei für die Freunde, doch keineswegs für die Feinde desLandes. In diesem Sinne ist kein Hafen frei zu nennen, dennjedes Fahrzeug, das mit dem Feinde verkehrt, macht sich des Ver-ratheS schuldig. Nur der Irrwisch macht hierin eine Ausnahme,"bemerkte Raoul lachend;wir haben ein besonderes Privilegium,man bravo!"

Mag sic nun nach Korsika oder Capraya gehen jedenfallswird sie heute keines von beiden erreichen, wenn der Wind nichtstärker wird. Ich kann nicht begreifen, warum der Mann über-haupt ausgelaufen ist, da doch der Wind kaum hinreicht, um einTaschentuch aufzublähen." ->

Diese kleinen Felukken schlüpfen gleich unserem eigenen Luggerdahin, selbst wenn gar kein Wind vorhanden zu seyn scheint. Biel-leicht ist sie auch nach Bastia bestimmt, und in diesem Falle ist eswohl klug gehandelt, wenn sie die offene See noch vor Abend zugewinnen sucht, wo dann der Westwind sich aufzumachen pflegt.Wenn sie noch eine oder zwei Meilen weiter nordwestlich steuert,so kann sie schnurgerade gegen Bastia aufbrechen, sobald die Siestavorüber ist."

Aha,^ die gefräßigen Engländer sind schon hinter ihr her!"bemerkte Jthuel.So etwas war zu erwarten; laßt sie nur einmaldie Möglichkeit voraussehen, eine Guinea wegzuschnappen, und siewerden darauf aus seyn, selbst wenn es gegen Gesetz oder Natur