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14 (1843) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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182
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ter Südwind, der von acht bis neun Uhr anhielt, erlaubte derFregatte noch etwas weiter in die See hinaus zu steuern, währendsie scheinbar aus dem Bereiche der Gefahr zu kommen suchte.

So lange der eben erwähnte Südwind andauerte, hielt RaonlUvard nicht für gerathen, weder mit Halsen noch Schoten zusteuern, wie man dieß mit einem Seemannsausdrucke nennt. * DerIrrwisch blieb unveränderlich in seiner Richtung und wenn man anirgend einem Punkte der Küste einen Kompaß auf ihn gerichtethätte, so würde.man gefunden haben, daß sein Kurs diese ganzeZeit über nicht um einen einzigen Grad von jener Linie abwich.

Während dessen war aber auch Winchester, von derselben Brisebegünstigt, mit der Divina Droviäenra ^ der Felukke, die ergemiethet hatte aus dem Hafen ausgelaufen und hatte das Vor-gebirge, anscheinend unter dem Schutze der Kanonen, die dasselbekrönten, umsegelt, so daß er Schlag zehn Nhr, gerade in demAugenblicke, da auf dem Lugger der Mann am Steuer abgelöstwurde, Raoul und seinen Gefährten zu Gesicht kam. Auf demVerdeck der Felukke waren nur acht bis neun Man» sichtbar, allein die Tracht der Italiener mit Mützen und gestreiften Leinwand-hemden gekleidet; sünfunddreißig Mann waren im Kielraum versteckt.

So weit blieb Alles den Wünschen Kapitän Cuffe's und seinerGefährten günstig. Die Fregatte war ungefähr eine Meile vondem Lugger und halb so weit von der Divina Providenza entfernt;die Letztere lief ganz munter in die See hinaus und kam nach undnach in eine solche Lage, daß es für die Proserpina ganz vernünftigund natürlich erschien, wenn sie ihre Boote zur Jagd gegen diesel-ben abschickte, während die Art und Weise, wie sie dem Luggerallmählig näher kam, nicht wohl Mißtrauen erregen oder im Gering-sten absichtlich erscheinen konnte. Auch der Wind war mittlerweile

* D. h. weder Back - noch Steuerbord abzuhalten.

** Auf deutsch :göttliche Vorsehung". D. U.