können wir in wenigen Minuten so weit ostwärts treiben, daß derLugger da, wo er jetzt liegt, unfern Rumpf, vielleicht auch dieObersegel nicht mehr sehen kann. Sobald dieß geschehen ist, setztIhr mit vierzig Halbpiken ans Land. Ihr nehmt dann eine Felukkc,verlaßt den Hafen und stehlt Euch so nahe als möglich längs derKlippen hin, wie wenn Ihr uns nicht recht trautet. Zu gehörigerZeit werden wir in unfern Booten auf Euch Jagd machen; Ihreilt, so rasch Ihr könnt, unter den Schutz des LuggerS; er kommtdann zwischen: zwei Feuer und ich stehe dafür, Ihr bekommt diesenMeister Uvard am Ende doch noch gefangen."
Winchester war ganz entzückt über diesen Plan und noch warenkeine fünf Minuten verflossen, als die Leute schon den Befehl erhiel-ten, sich für die Expedition zu rüsten. Jetzt ward nur noch wegender weiteren Anordnungen Berathung gepflogen und sobald die Fre-gatte dem Lugger durch das Vorgebirge verdeckt war, wurden dieBoote der Verabredung gemäß abgeschickt.
Eine halbe Stunde später, als sich die Proserpina nach voll-zogener Vierung dem Punkte näherte, wo der Lugger wieder sicht-bar werden mußte, kehrten die Boote zurück und wurden alsbaldeingenommen. Im nächsten Augenblicke standen sich die beiden Schiffewieder gegenüber, und Alles schien sich an deren Borde noch instatu guo zu befinden.
Soweit war die Kriegslist allerdings recht geschickt durchgcführt.Dazu kam noch, daß die Batterien jetzt mit zehn oder zwölf Kano-nen auf die Fregatte feuerten, wobei sie sich aber sorgfältig vordem Treffen hüteten; die Proserpina, unter französischer Flagge, erwie-derte das Feuer, gebrauchte aber die noch größere Vorsicht, dieKugeln vorher erst auSzuziehcu.
Dieß Alles hatte Winchester mit Andrea Barrofaldi so verab-redet, um Raoul Dvard glauben zu machen, der würdige Viccstatt-halter halte ihn noch immer für einen Engländer, wogegen dieFregatte in offener See für ein feindliches Schiff gelte. Ein lcich-