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Grund angeben können, warum der Franzose einen so nutzlosenAngriff, wie den auf ihren besten Hafen, wagen sollte, so wurdedennoch ein solches Resultat nicht nur gefürchtet, sondern sogar mitziemlicher Zuversicht als wahrscheinlich angenommen.
Kein Wunder also, wenn jedes Auge den Bewegungen desFremden folgte, welcher mit raschen Schritten die schmalen Terrassender steilen Straße» hinauf eilte; war es ja doch natürlich, daß untersolchen Umständen selbst die unbedeutendste Handlung von seiner Seiteder ängstlichsten, eifersüchtigsten Beobachtung unterworfen wurde.
Die Höhen waren abermals mit Zuschauern jedes Alters, Stan-des und Geschlechts dicht besetzt. Wie gewöhnlich bildeten die Mäntelund fliegenden Gewänder der Frauen die Mehrheit unter der Menge:denn sobald die Neugierde ins Spiel kommt, darf man mit Sicher-heit darauf rechnen, eine unverhältuißmäßige Anzahl des schönen Ge-schlechts versammelt zu sehen, da bei ihnen die Einbildungskraftden Verstand nur gar zu gerne überwältigt.
Auf einer Terrasse vor dem Palaste — wie man gewöhnlichdie Wohnung des Statthalters nannte — stand die Gruppe der ver-sammelten Häupter der Stadt; alle bewachten mit der ernstestenAufmerksamkeit die geringste Veränderung in dem Kurse des Schiffes,das nunmehr der Gegenstand allgemeiner Unruhe und Besorgnißgeworden war. So emsig waren sie in der That mit der Beobach-tung dieses gefürchteten Feindes beschäftigt, daß Raoul mit einemMale, den Hut in der Hand, vor Andrea Barrofaldi stand undihn mit einer Verbeugung begrüßte, eh man nur eine Ahnung vonseiner Annäherung gehabt hatte.
Diese plötzliche, unangemeldete Ankunft erregte allgemeines Er-staunen und keine kleine Verwirrung unter der Gruppe: einer oderzwei aus der Versammlung wendeten ihre Blicke instinktartig beiSeite, als ob sie die Schaamröthe verbergen wollten, welche diesunerwartete Auftreten eben desselben Mannes, von dem sie eine