l07
Minute früher in so verdächtigen Ausdrücken gesprochen, auf ihrenWangen hervorgerufen hatte.
„von xioi-n», Signor Vicestatthalter," begann Raoul in seinermunteren, feinen und höflichen Weise, während seine Mienen jedesandere Gefühl, nur nicht das der Furcht und des SchuldbewußtseynSzu verrathen schienen: „wir haben heute einen schönen Morgen hieram Lande, und da draußen in der See, wie es scheint, eine hübscheFregatte der französischen Republik."
„Wir sprachen eben, als Ihr ankamt, von diesem Schiffe,Signor Smees," gab Andrea zur Antwort. „Was kann nach EurerAnsicht einen Franzosen veranlassen, auf so bedrohliche Weise vorunserer Stadt zu erscheinen?
„Oospotto! da könntet Ihr mich ebenso gut fragen, Signore,was wohl diese Republikaner veranlaßt habe, noch tausend andere Dingezu thun, die sie nichts angehen. Warum haben sie Ludwig XVl.enthauptet? Warum euer halbes Italien überwältigt? warum Egyp-ten erobert und die Oestreicher über die Donau zurkckgetrieben?"
„Nichts davon zu sagen, daß sie sich von Nelsoni bei Abukirvernichten ließen," setzte Vito Vitt grinsend hinzu.
„Ganz richtig, Signore; ja, Nelson, mein tapferer Landsmann,hat sie an der Mündung des Nils tüchtig zu Paaren getrieben.Ich hielt es nicht für paffend, mit dem englischen Ruhme zu prah-len, obwohl sich dieser Fall allerdings recht gut hier anführenläßt. Wir haben auf dem Ving-and-Ving einige Matrosen , welchejener glorreichen Schlacht anwohnten, besonders unfern Scgelmeister,Etouell Bolt, der zufällig von der Fregatte, auf welcher er eigent-lich diente, aus Nelson'S eigenes Schiff beordert worden war, um andem Ruhme jener denkwürdigen Schlacht gleichsam seinen besonderenAntheil zu nehmen."
„Ich habe den Herrn gesehen," bemerkte Andrea Barrofaldi— „ö un American»?"
„Ein Amerikaner!" rief Raonl, trotz seiner angenommenen