104
pitän stieg an dem gewöhnlichen Landungsplätze ans Ufer. SeineLeute beeilten sich keineswegs mit der Rückkehr, sondern schleudertenin Erwartung ihres Kommandirenden den Quai entlang, feilschtenum Früchte, scherzten mit den Weibern, so weit ihr geringes Ita-lienisch hiezu ausreichte und stellten sich, als ob sie das Französisch,womit die alten Seehunde des Hafens sie begrüßten — diese warennämlich alle mehr oder weniger mit jcnör Nniversalsprache bekannt —nur mit Mühe verständen. Ihr Kapitän hatte sie zuvor genugsamgewarnt und ihnen bedeutet, daß man bereits Verdacht gegen siehege — überdieß waren sie von früher noch gut in Uebung undwußten ihre Rollen trefflich zu spielen.
So gelang es ihnen denn, während der Zeit, da sie Raoulzu erwarten hatten, alle Versuche, wodurch man sie verleiten wollte,sich selbst zu verrathen, glücklich zu vereiteln und den Charakterder Engländer aufs Täuschendste nachzuahmen. Zwei von den Vierengingen mit gekreuzten Armen und sauertöpfischen Mienen schwei-gend auf dem Quai hin und her und verschmähten sogar, denLockungen des schönen Geschlechts Gehör zu geben, trotz dem, daßdrei oder vier von den Mädchen durch Anbietung von Früchten undBlumen sich in ihr Vertrauen einzuschmeicheln suchten.
„4mieo,u so redete Annunziata, eines der hübschesten Mädchendieser Klaffe in ganz Porto Ferrajo, den einen der Matrosen an —Vito Viti hatte sie nämlich ausdrücklich zu diesem Dienste bestimmt— „hier sind Feigen vom Festlande. Wollt Ihr vielleicht gefälligsteinige davon kosten, damit Ihr bei Eurer Rückkehr nach EnglandEuren Landsleute» auch erzählen könnt, wie wir armen Inselbe-wohner auf unserem Elba leben?"
„Schlechte Feige," sprudelte JaqueS, NaoulS Oberbootsmann,an den diese Anrede gerichtet war, in gebrochenem Englisch, „besserzu Haus. Bekommen bessere in den Straßen von PortSmout'!"
„Nun, Signore, Ihr braucht gerade nicht drein zu sehen, alsob sie Euch schaden oder Euch gar beißen würden. Ihr könnt sie