Druckschrift 
14 (1843) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
Entstehung
Seite
103
Einzelbild herunterladen
 

103

wenn sie sich jetzt ihrer eigenen Sprache bedienen wollten, daß st«nunmehr jenes unterscheidende Merkmal ihrer Feinde ve xranätalent pour Io silonoo eher noch übertrieben.

ES gewährte Jthuel'S Laune ein eigenes Vergnügen und er lächeltejedesmal, so oft er ein Boot von der Küste herankommen sah unddie Matrosen beobachtete, wie sie die Arme über einander kreuztenund mit mürrischer, sauertöpfischer Miene einzeln auf dem Verdeckhin- und hergingen, als ob sie förmliche Menschenfeinde wärenund jede Unterhaltung von sich wiesen.

ES langten auch im Laufe der oben erwähnten zwei Stundeneinige derartige Besuche bei dem Lugger an; aber die Schildwacheauf der Fallreepstreppe hatte bereits ihre Instruktion und wiesunter dem Vorwände, daß sie kein Französisch verstehe, jeden Ver-such , an Bord zu kommen, zurück, so oft man in jener Sprache umErlaubniß dazu bat.

Raoul hatte unter seiner Bemannung vier Matrosen, welchedie englische Sprache, wie er selbst, auf einem Gefangenenschiffeerlernt hatten: mit diesen beschloß er, in seinem Boote an'S Landzu gehen. Bis jetzt hatte er nämlich in dem Geschäfte, das ihnin seine gegenwärtige, verdrießliche Lage versetzt hatte, nur geringeFortschritte gemacht und er war keineswegs der Mann, der einenfür ihn höchst wichtigen Plan nur so leichthin aufgegeben hätte.Gerade- in der Klemme, in der er sich nunmehr befand, beschloß er,einen Versuch zu machen, ob er nicht eben aus seiner kritischenStellung einigen Nutzen ziehen könnte.

Nachdem er also seinen Kaffee zu sich genommen und die-thigen Befehle ertheilt hatte, wurde die besagte Bootsmannschaft zu-sammengerusen und bald darauf verließ er den Lugger. Alles diesesgeschah aber mit der größten Ruhe, als ob die Erscheinung desFremden bei der Mannschaft des JrrwischcS nicht die mindeste Be-sorgniß erregt hätte.

Das Boot ruderte kühn in den kleinen Hafen hinein; der Ka-