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14 (1843) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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wir seine Breiiseile ganz hübsch abzählen, denn er steuert nunmehr gegen Westen!"

Die beiden Seeleute erhoben ihre Gläser und erneuerten ihreBeobachtungen.

Jthuel hatte eine Eigenthümlichkeit an sich, welche ihren Mannnicht allein charakterisier, sondern überhaupt unter den Amerikanernseines Standes so allgemein ist, daß man ste gewissermaßen eineNationaleigcnschaft nennen könnte. Unter gewöhnlichen Umständenwar er gesprächig und selbst zum Plaudern geneigt: sobald aber Ent-schlossenheit und Thatkraft nöthig wurden, zeigte er sich nachdenklich,stumm und nicht ohne eine eigenthümliche, persönliche Würde.

Auch jetzt war er in dieser Stimmung und wartete ruhig, bisRaoul das Gespräch eröffnen würde. Dieser aber schien ebensosehr,wie er, zum Schweigen aufgelegt, denn er verließ das KlüSholzund flüchtete sich vor dem lästigen Geschäfte des BerdeckabwaschenS,das jetzt eben Statt hatte, in seine Kajüte.

Die zwei nächsten Stunden brachten mit Ausnahme der wieder-erwachten, geräuschvollen Thätigkeit des Morgens keine wesentlicheAcnderung in dem früheren Stande der Dinge in und außer derBai. Die Mannschaft des Irrwischs hatte nach eingenommenemFrühstück Alles wieder am Borde des kleinen Fahrzeugs zurechtgestellt und beobachtete jetzt ein mürrisches, aber aufmerksamesStillschweigen.

Unter anderen Dingen, welche Jthuel seine Schiffskamcradengelehrt hatte, war es ihm auch gelungen, sie davon zu überzeugen,daß sie nothwendig ihre geläufigen Zungen im Zaume halten müß-ten, wenn sie anders für Engländer gelten wollten. Hätte manfreilich die Leute ihrer Meinung folgen lassen, so wäre auf demkleinen Lugger in einer Stunde ganz gewiß mehr gesprochen wor-den, als auf dem größten englischen Linienschiffe in zweien: nun hatteman sie aber so gut über die den Engländern eigene Schweigsam-keit, ferner über die Gefahr belehrt, welche eS für sie haben mußte,