licheS Brod abmühen müssen. Fragt ihn doch einmal, guter Filippo,ob sie in jenem Theile der Welt auch Wein Pflanzen?"
„Wein!" rief Jthuel; — „sagt dem Signore, daß wir bei»nS dieses Getränk da gar keinen Wein nennen würden. In unsereKehlen geht nichts ein, was nicht kratzt trotz einer Feile und brenntgleich einem Lavastroms des Vesuvs. Ich wollte nur, wir hätteneine Flasche Nun, aus Neuengland hier, um ihm den Unterschieddeutlich zu machen. Ich verachte den Mann, der Alles nur deßhalbsür's Beste hält, weil es sein eigen ist, aber Geschmack bleibt nuneinmal Geschmack, das läßt sich nicht läugnen."
„Vielleicht kann uns der amerikanische Signore auch über dieReligion seines Vaterlandes Aufschluß geben — oder sind die Amerika-ner etwa noch Heiden. Ich erinnere mich nicht, Vito, jemals etwasüber die Religion dieses WelttheileS gelesen zu haben."
„Wie — schon wieder Religion! — nun, eine solche Fragewürde unter unserem Volke in New-Hampshire keinen geringen Auf-lauf veranlassen. Merkt ans, Signore — eure Ceremonien, eureHeiligenbilder, die Priesterröcke, das Glockengeklingel und das ewigeKnieen und Scharren, gelten bei uns keineswegs für Religion —ebenso wenig, als wir dieses milde Getränk — Wein nennen würden."
Zthuel stand mehr unter, dem Einflüsse dieses „milden Geträn-kes," als er selbst wußte, sonst würde er seine Mißbilligung nichtso laut ausgesprochen haben, da die Erfahrung ihn bereits belehrthatte, wie nothwendig es sey, in den meisten katholischen Ländernsich über solche Gegenstände nur höchst vorsichtig auSzusprcchen. Vonalle dem konnte Signor Barrofaldi freilich nichts wissen und erertheilte deßhalb seine Antwort mit dem strengen Ernste eines gu-ten Katholiken, ohne jedoch die Mäßigung eines gebildeten Mannesaus den Angen zu verlieren.
„War der Amerikaner unsere Ceremonien und Heiligenbilder undunser Glockengeklingel nennt, sind lauter Dinge, die er wahrschein-lich gar nicht versteht; denn ein Land, das so wenig civilistrt