Druckschrift 
14 (1843) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
Entstehung
Seite
69
Einzelbild herunterladen
 

69

Sein guter Erfolg bei dieser Gelegenheit gewann ihm Freunde,und er wurde unmittelbar darauf abermals als wirklicher Komman-dant des Schiffes abgesendet, auf dem er seine erste Anstellung er-halten hatte. Jetzt warf er die ganze Verantwortlichkeit auf denSteuermann, zeigte sich aber dabei so rasch im Auffassen und Erlernen,daß er nach Berffuß von sechs Monaten ein weit besserer Seemannwar, als die meisten Europäer in drei Jahren geworden wären.

Dochder Krug geht solange zum Brunnen, bis erzerbricht"und so geschah es auch Jthuel: in Folge seiner gänzlichen Unwissen-heit in Allem, was höhere Schiffahrtskunde betraf, mußteer endlichSchiffbruch leiden. Dieß veranlaßte ihn, in einer untergeordneterenStellung eine neue Reise zu unternehmen, bis er endlich im Ver-laufe der Zeit von dem Kommandanten einer englischen Fregattegepreßt wurde, der so viele Leute durch das gelbe Fieber verlorenhatte, daß er alle Matrosen, wo er nur deren habhaft werden konnte,aufgriff und selbst Jthuel in einem solchen Nothfalle nicht verschmähte.

Viertes Kapitel.

Das Schiff ist hier geankert;

Ein Veroneser, Michael Cassio,

Lieutenant des kriegerische» Mohr's OthelloStieg d'rauS an!S Land.

Othello.

Der Blick, den Jthuel um sich warf, war kurz, aber vielum-fassend. Er sah, daß Zwei von der Gesellschaft im Zimmer weitvornehmer als die vier Uebrigen seyn mußten, die er für gewöhnlichesüdländische Matrosen erkannte. Die Stellung, welche Benedetta indem Haushalte einnahm, konnte nicht leicht mißverstanden werden,denn ihre Miene schon verkündete sie als Herrin des Hauses, ob siesich nun in den obern oder in den untern Gemächern zeigen mochte.

Vino," rief Jthuel und schwenkte die Hand, um sein Jtalie-