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14 (1843) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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statthalter plötzlich ein, eine Abteilung Soldaten an Bord desIrrwischs zu senden und ihn besetzen zu lassen wie würde esdann um Dich stehen?"

Laß ihn nur kommen: ich sende dann ein Boot voll Matrosenin seinen Palast da drüben" (die Unterredung wurde in französischerSprache geführt, in welcher sich Ghita mit Geläufigkeit, obwohlmit italienischem Accente ausdrückte)und lasse ihn mit sammt seinengeliebten Engländern und Oestreichern gefangen nehmen! Pah! derGedanke wird nie in seinem konstitutionellen Gehirne auftauchen undcS ist also zwecklos, davon zu sprechen. Morgen früh schicke ichihm meinen Premierminister, meinen Barras, Carnot, Cambaceresich meine Jthuel Bolt: der kann sich dann mit ihm über Politikund Religion besprechen."

Religion," wiederholte Ghita in traurigem Tone;je weni-ger Du non diesem heiligen Gegenstände sprichst, um so lieber wirdes mir sehn und um so besser wird sich'S endlich auch für Dich ge-stalten. Der Zustand Deines Vaterlandes macht Deinen Mangelan Religion eher zu einem Gegenstände des Bedauerns als derWorwürfe; nichts destvweniger aber ist dieser Mangel ein schreckli-ches Unglück!"

Nun gut," versetzte der Seemann, welcher fühlte, daß ereine gefährliche Saite berührt hatte,wir wollen von andern Din-gen reden. Gesetzt auch, wir würden gefangen, welches große Unheilhätten wir wohl zu fürchten? Wir sind ehrliche Kaper , mit gültigenPatenten versehen und handeln unter dem Schutze der einen unduntheilbaren französischen Republik man kann uns also nur zuKriegsgefangenen machen. Das ist ein LooS, das mich schon einmalbetrossen hat, und das einzige Unglück, das daraus folgte, wardaß ichmich ,Capitän SmeeS* nennen und Mittel aufsinden mußte, den Viee-statthalter gehörig zu mystificiren."

Ghita lachte, trotz der Angst, von der sie erfüllt war, dennunter die wirksamsten Mittel, welche der junge Seemann anwandtc,

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