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7 (1842) Lionel Lincoln, oder die Belagerung von Boston : eine amerikanische Erzählung aus dem Jahre 1780
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nehmen;ermüdet Euch in einem solchen Augenblick nicht längermit unnöthiger Arbeit/'

Junge Dame, Sie kennen nur wenig einer Mutter Sehnen,möchten Sie nie deren Sorgen erfahren! Ich habe für das Kindgearbeitet diese ganzen siebenundzwanzig Jahre; berauben Sie michnicht jetzt, wo nur noch so wenig zu thun übrig ist, dieses langgenossenen Vergnügens."

Ist er denn so alt?" rief Lionel überrascht.

Alt wie er ist, so ist ein Kind doch immer noch jung, wenncs zum Sterben kommt. Ihm fehlt das Licht der Vernunft: derHimmel möge in seiner Gnade gewähren, daß er einst mit schuld-losem Antlitze erfunden werde!"

Bis jetzt war Ralph stehen geblieben, wo er zuerst stand;seine Füße schienen an den Boden gewurzelt, die Augen waren festauf das Gesicht des Leidenden geheftet. Er wandte sich jetzt zuLionel und mit einer durch ihre tiefe Bewegung fast klagendenStimme versuchte er die einzige Frage:

Wird er sterben?"

Ich fürchte so: dieser Blick ist nicht leicht mißzuverstehen."

Mit leichtem, gänzlich unhörbarem Schritt trat der alte Mannan das Bett und setzte sich, Polwarth gegenüber, neben demselbennieder. Ohne den verwunderten Kapitän anzuschen, winkte er mitder Hand, als geböte er Stillschweigen, blickte mit melancholischerThcilnahme dem Kranken in'S Gesicht und sprach:

Hier also ist abermals der Tod! Keiner ist so jungj dernicht von ihm beachtet würde; nur das Alter ist'S, das nicht sterbenkann. Sage mir, Job, was siehst Du in dLn Bildern DeinerSeele; den unbekannten Ort der Verdammten oder den GlanzDerer, die vor dem Antlitze ihres Gottes stehen?"

Bei dem wohlbekannten Klang seiner Stimme erglänzte das starreAuge des Simpels von einem Strahl von Vernunft und richtetesich mit einem Blicke milder Zuversicht auf den Sprechenden. Das