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7 (1842) Lionel Lincoln, oder die Belagerung von Boston : eine amerikanische Erzählung aus dem Jahre 1780
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dem, daß ich ihm ein so herzhaftes und nährendes Mahl reichte,als nur je der stärkste Mann in der Garnison eines verlangenkönnte, find doch die Symptome, wie Du stehst, äußerst drohend!"

Er ist von der in der Stadt herrschenden Seuche angesteckt,und Du hast ihm Nahrung gegeben, während sein Fieber denhöchsten Grad erreicht hatte!"

Soll man die Blattern für mehr als ei» Symptom ansehen,wenn einer an der verfluchten Krankheit des Hungers leidet? Geh,geh, Leo; Du lasest in der Schule so viel in den lateinischen Dich-tern, daß Dir für die Philosophie der Natur keine Muße mehrübrig blieb. Es gibt einen inneren Mahner, der jedem Kind dasMittel für den Hunger lehrt."

Lionel fühlte keine Lust in sich, mit seinem Freunde über einenPunkt zu streiten, in dem die Ansichten des Andern so dogmatischstarr waren; er wandte sich vielmehr an die Frau, indem er sagte:

Die Erfahrung einer Amme von Beruf hätte Euch zumwenigsten größere Sorgfalt lehren sollen."

Kann Erfahrung eine Mutter gegen das Jammergeschreiihres hungernden Kindes verhärten," antwortete die verzweifelndeAbigail:nein, nein das Ohr kann nicht taub seyn gegensolche Wehklage, und Weisheit ist nicht besser als Thorheit, wenndas Herz blutet."

Lincoln, Du bist ungütig in Deinem Schelten," fiel Cäcilieein;laß uns lieber versuchen, die Gefahr abzuwenden, als daßwir länger über deren Ursache streiten."

Es ist zu spät zu spät," antwortete die trostlose Mutter:seine Stunden sind gezählt und der Tod ist an ihm. Ich kannjetzt nur noch beten, daß Gott seinen Fluch aufhebe und den schei-denden Geist seine Allmacht wieder erkennen lassen möge."

Werst diese werthlosen Lumpen bei Seite," sagte Cäcilie,während sie liebreich versuchte, ihr die Kleider aus der Hand zu