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„Wcndc Deine stolzen Blicke, junger Mn»», auf dieß Bildvon Unschuld und Schrecken an Deiner Seile. Um ihretwillen,deren Geschick in Deines verflochten ist, wenn nicht nm Deinerselbstwillen, denke auf Deine Sicherheit und fliehe — die nächsteMinute kann dazu zu spät sei)»."
„O! znudcre nicht einen Augenblick länger, Lincoln," riefCäcilie, die ihren Entschluß ebenso plötzlich geändert hotte als derEindruck der Hoffnung mächtig uns sie wirkte: — „fliehe — verlaßmich) mein Geschlecht und Stand wird —"
„Nie," antwortete Lionel, mit kalter Verachtung das Gewandvon sich werfend. — „Einmal, als der Tod geschäftig war, konnteich Dich Verlassen; aber ehe ich'S noch einmal thne, muß er michselbst treffen!"
„Ich will folgen — ich will Dich wieder treffen."
„Ihr sollt Euch nicht trennen," sagte Ralph, der noch ein-mal de» verschmähten Rock anfhob und Lionel darein kleiden half,während dieser bei den verwirrten Anstrengungen seiner Braut undihres betagten Helfers sich leidend verhielt. — „Bleibt hier," fuhrder Letztere fort, als ihr kurzes Geschäft beendigt war, „und er-wartet den Ruf der Freiheit. Und Du, süße Blume der Unschuldund Liebe, folge und theile die Ehre der Befreiung dessen, derDich zur Sklavin gemacht hat!"
Cäcilie erröthete in jungfräulicher Scham über die Stärkeseiner Ausdrücke, beugte aber ihr Haupt als Zeichen ihres Ge-horsams. Der Alte schritt auf die Thüre zu und winkte ihr, zuihm heranznkommen, während er Lionel durch eine ausdrucksvolleGebärde bedeutete, daß er rnhig Zurückbleiben müsse. Als Cäcilieihm gefolgt war und beide in dem engen Gange sich befanden,näherte sich Rulph furchtlos und ohne irgend eine Besorgnis? zuverrathen, der Schildwache, welche in der ganzen Länge der Haus-flur sich hin- und herbewegtc, und redete sie mit der Zuversichteines vertrauten Freundes an.