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wenn ich ihn bekenne, selbst den Verdacht unserer Feinde in Schlum-mer wiegen soll."
„Ich habe keinen Verdacht — keine Kenntniß von irgendeiner Unvollkommenheit — keinen Kummer, Lionel; — nichts, als denglühendsten Wunsch für den Frieden Deiner Seele, und wenn ichdas sagen darf! — ja — nun ist die Zeit dazu da — Lionel,gütiger, aber wilder Lionel — —"
Ihre Worte wurden durch Ralph unterbrochen, der wiedermit jenem geräuschlosen Tritte in dem Zimmer erschien, welcher, inVerbindung mit seinem hohen Alter und der abgemagerten Gestalt,seiner Erscheinung und seinen Bewegungen manchmal den Charaktereines über die gewöhnliche Menschheit erhabenen Wesens verlieh.Im Arme trug er einen Oberrock und Hut, welche beide Cäeilieans den ersten Blick als das Eigenthum des fremden Mannes er-kannte, der ihrer Person durch alle die Wechselfälle dieser creigniß-reicheu Nacht gefolgt war.
„Sieh'!" sagte Ralph, indem er mit schrecklichem, bedeutungs-vollem Lächeln auf seine Beute zeigte; „sieh' in wie vielerlei Ge-stalten die Freiheit erscheint, um ihren Vckennern beizustehen!Hier ist die Verkleidung, in der sie jetzt gewonnen werden will.Trage dieß, junger Mann, und sey frei!"
„Glaube ihm nicht — höre nicht auf ihn," flüsterte Cäeilie,indem sie mit »»verhehltem Schauder vor seiner Annäherung zu-rückbebte; — „doch, höre, aber handle mit Vorsicht!"
„Zögerst Du, die gesegnete Gabe der Freiheit anzunehmen,wenn sie Dir geboten wird?" fragte Ralph; „wolltest Du bleiben,trotzen der zürnenden Gerechtigkeit des amerikanischen Heerführersund Dein Weib von einem,Tag zur Wittwe für ein ganzes Lebenmachen?"
„Was soll mir diese Kleidung nützen?" sagte Lionel. — „Ummich der Demüthigung einer Verkleidung zu unterwerfen, müßtedas Gelingen gewiß sehn."