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7 (1842) Lionel Lincoln, oder die Belagerung von Boston : eine amerikanische Erzählung aus dem Jahre 1780
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«rröthete.Glaube nicht, ich komme mit mädchenhafter Schwäche,um Dir ein eingebildetes Unrecht vorzuwerfen! Ich bin DeinWeib, Major Lincoln, und als solches wollte ich Dir in einemAugenblicke zn Hülfe eilen, wo ich weiß, daß Du aller Zärtlichkeit diesesBandes am meisten bedürfen wirst. Am Altar und in Gegenwartmeines Gottes habe ich die heilige Pflicht übernommen und soll ichzaudern, sie zu erfüllen, weil die Angen der Welt auf mich ge-richtet sind?"

Ich werde noch rasend werden! Es wird mich noch wahn-sinnig machen!" rief Lionel, in unbezähmbarer Geistesangst, wäh-rend er in tiefer Verwirrung im Zimmer auf und ab schritt.Esgibt Augenblicke, wo ich glaube, der Fluch, der de» Vater zer-störte, hat auch bereits den Sohn erfaßt!"

Lionel!" sprach neben ihm die milde, besänftigende Stimmeseiner Gefährtin,soll dieß mich glücklicher machen? lautet soder Willkomm, welchen Du dem vertrauenden Mädchen schenkst,das ihr Glück Deiner Hand übergeben hat? Ich sehe, Dn wirstmilder, und willst gerechter gegen uns beide seyn und gehorsamergegen Deinen Gott! Nun laß uns von Deiner Gefangenschaftsprechen. Hoffentlich liegt bei diesem raschen Besuch in dem ame-rikanischen Lager nicht der Verdacht verbrecherischer Absichten ansDeiner Person. Es wäre leicht, ihre Führer zn überzeugen, daßDu unschuldig an einem so niedrigen Plane bist!"

Es ist schwer, der Wachsamkeit Derer zu entgehen, die fürdie Freiheit kämpfen!" antwortete die tiefe ruhige Stimme Ralphs,der unerwartet vor ihnen stand.Major Lincoln hat zu langeauf die Rathschläge von Tyrannen und Sklaven gehört und dasLand seiner Geburt vergessen. Will er sicher ausgehen, so laßtihn jetzt, so lange er noch mit Ehren kann, seinen Jrrthnm wiedergut machen."

Ehren!" wiederholte Lionel mit unverhehlter Verachtungund abermals maß er das Zimmer mit schnellen unruhigen Schritten,