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bereits eingetreten? Ich weiß nicht, wie hoch Du die Segens-wünsche einer scheidenden Seele achtest, Lionel; aber für mich liegtein heiliger Trost in dem Bewußtseyn, daß meine sterbende Groß-mutter unserem schnellgeschlosscnen Bunde ihren Segen zurückließ!"
Ohne die Hand zu beachten, die sie mit lieblichem Ernste ihmauf die Schulter gelegt hatte, ging er düster von ihrer Seite ineine entfernte Ecke des Zimmers.
„Cäcilie, ich liebe Dich, wie Du mir so gerne glaubst/' sagteer, „und ich höre bereitwillig Deinen Wunsch, das Vergangene inVergessenheit zu begraben. — Aber ich lasse meine Erzählung un-vollendet. . Du weißt, die Nacht war so, daß Keiner wohl ohnebesonderen Grund ihrer Wuth sich ausgesetzt hätte: — ich ver-suchte, den Sturm zu benützen, und bediente mich einer Flagge,welche für gewöhnlich dem Simpel Pray bewilligt ist, mit der ich danndie Stadt verließ. Ungeduldig — ungeduldig, sage ich? — nein, ge-trieben vielmehr durch den Sturm meiner Leidenschaften, welcherder schwächeren Elemente spottete, wagten wir zuviel — Cäcilie,ich war nicht allein!"
„Ich Weiß es — ich weiß es," fiel sie hastig ein, obwohl siekaum noch Athem zum Sprechen hatte — „Du wagtest zu viel—"
„Und traf auf ein Piquet, das einen königlichen Ofstcicr nicht füreinen verarmten, wenn auch privilegirten, Schwachsinnigen haltenlassen wollte. In unserer Angst übersahen wir — glaube mir,theuerste Cäcilie, wenn Du Alles wüßtest — die Scene, der ichungewohnt — die Beweggründe, welche drängten — sie zum we-nigsten würden diese dem Scheine nach so befremdende Fluchtrechtfertigen."
„Hätte ich daran gezweifelt, würde ich dann meine Lage,meinen neulichen Verlust und mein Geschlecht vergessen haben, umden Fußstapfen eines Mannes zu folgen, der meiner Angst unwür-dig wäre?" antwortete die Braut, indem sie eben so sehr in an-geborener Bescheidenheit, als in dem Drange ihrer Gefühle