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zu dämpfen und niederzuhalten. Er war sogar schon ans demPunkt, ihren Hülferuf durch sein Ansehen und seinen Nath zu un-terstützen, als die zweite obenerwähnte Unterbrechung erfolgte. Eineso fremdartige Erscheinung brachte an solchem Orte und zu solcherZeit nicht nur bei dem Kapitän, sondern auch bei dem gemeinenHaufen, der ihn umringte, eine fast zauberhafte Wirkung hervorund er blieb von nun an ein schweigender, aufinerksamer Zuschauer.
Das erste Gefühl der Dame, als sie sich unerwartet mittenin einem so verwirrten Gedränge fand, war unzweideutig das derUnruhe; doch im nächsten Augenblick ihrer weiblichen Aengstlichkeitvergessend und, wie es schien, durch edle, lobenswertste Absich-ten emporgerichtet, sammelte sie die ganze Kraft ihres Geistes undzeigte, indem sie die seidenen Falten ihres Hutes zurückschob,das bleiche aber liebliche Antlitz Cäcilienö vor den Augen der ver-wunderten Zuschauer. Nach einem Augenblick tiefer Stille fingsie also an:
„Ich weiß nicht, warum ich diese Menge wilder Gesichterum das Krankenbett dieses unglücklichen jungen Menschen versam-melt finde; wenn es jedoch in böser Absicht geschieht, so befehleich Euch zurückzuweichen, so wahr Ihr die Ehre Eures edlen Stan-des liebt, oder die Gewalt Eurer Führer fürchtet. Ich selbstrühme mich, eines Soldaten Weib zu sehn und verspreche Euch imNamen eines Eurer Officiere, der Howe sehr nahe steht, Verzei-hung für das, was geschehen ist oder auch Strafe für Eure Ge-waltthat — ganz in dem Maaße, wie Ihr Euch jetzt benehmen werdet."
Die rohen Zuhörer starrten einander in unentschlossenem Zögernan und schienen in ihrem Vorsatze allbereits zu wanken, als deralte Grenadier, dessen Wildheit Job beinahe das Leben gekostethätte, in mürrischem Tone das Wort nahm:
„Wenn Sie eines Ofsiciers Gattin sind, Madame, so müssenSie wissen, wie Sie für die Freunde Dessen, der todt und vonuns getrennt ist, fühlen sollen. Ich überlasse es Euer Gnaden