„Eine Kohle! eine Kohle! einen Brand zum Verbrennen desTeufels!" schrieen zwanzig Soldaten, indem sie mit grimmiger Lustden barbarischen Rath aufnahmen.
Polwarth suchte sich noch einmal, wiewohl ohne Erfolg, Gehörzu verschaffen, und nicht früher, als bis ein Dutzend Stimmen ingetäuschter Wuth gerufen, daß weder Kohle noch Feuer im ganzenHaus zu treffen sey, legte sich die plötzliche Aufregung ein wenig.
„Aus dem Weg! Aus dem Weg mit Euch!" heulte eineRiesengestalt, deren schwerfällige Natur gleich einem überfüllte»Vulkan sich langsam bis zu dem letzten Augenblick eines fürchter-lichen Ausbruchs emporgearbeitet hatte. — „Hier ist Feuer, umsogar einen Salamander zu zerstören! Sey er nun Teufel oderHeiliger, jedenfalls hat er seine Gebete jetzt sehr nöthig!"
Während er sprach, erhob der Bursche eine Muskete und dernächste Augenblick würde Job's Schicksal entschieden haben, der vorder Gefahr mit instiuktmäßiger Furcht sich niederkrümmte, hättenicht Polwarth das Gewehr mit seinem Stocke niedergeschlagenund sich zwischen Beide gestellt.
„Spart Euer Feuer, braver Grenadier!" sprach er, indem erklugerweise eine» Mittelweg zwischen der Sprache des Befehls undjener der Ermahnung wählte. „Das nenne ich übereilt und nicht,wie's einem Soldaten ziemt, gehandelt. Ich kannte und liebteEuren früheren Anführer sehr; laßt uns dem Burschen erst dasGeständnis; abnehmen, ehe wir zur Bestrafung schreiten — cskönnen Andere noch schuldiger seyn als er."
Die Soldaten schauten mit Blicken voll Wuth auf den uner-warteten Ankömmling, so daß dieser schon ein böses Zeichen fürihren Gehorsam gegen seinen Rath und seinen Stand darin zuerkennen glaubte.
„Blut um Blut!" lief es von Mund zu Mund, und die kurzePause, welche auf sein Erscheinen folgte, wurde bereits durch nochweniger zweideutige Zeichen von Feindseligkeit unterbrochen, als