Polwarth zum Glücke trotz des Zwielichtes von einem alten Gre-nadier als einer von M'Fuse's früheren Freunden erkannt wurde.In dem Rngenblick, als der Veteran diese Entdeckung seinen Kame-raden mitthcilte, legte sich der wachsende Sturm auf's Neue undder Kapitän wurde von keiner geringen persönliche» Besorgniß be-freit, als er seinen Namen mit den freundlichen Zusätzen „Seinalter Freund!" — „Ein Ofsicier von den leichten Truppen!" —„Der, dem die Rebellen ein Bein zerschmetterten!" u. s. w. —von Aller Munde rufen hörte. Sowie diese Erklärung allge-mein verstanden war, wurden seine Ohren mit dem einmüthigenGeschrei begrüßt:
„Hurrah! dem Kapitän PollywarrethSein Freund, derbrave Kapitän Pollywarreth!"
Erfreut über diesen Erfolg und heimlich geschmeichelt durchdie Lobeserhebungen, die nun mit charakteristischer Freigebigkeitüber ihn ausgegoffen wurden, benützte der Vermittler den leichtenVortheil, den er errungen hatte, und redete sie abermals an:
„Ich danke Euch für Eure gute Meinung, meine Freunde,"fuhr er fort, „und muß bekennen, sie ist durchaus gegenseitig. Ichliebe die königlichen Irländer, Einem zu lieb, den ich wohl kannteund hochschätzte und der, wie ich fürchte, mit Verletzung jederKriegsregel gemordet worden ist."
„Hört Jhr's? Dennis gemordet!"
„Blut um Blut!" brummten drei oder vier grimmige Stimmen.
„Laßt uns bedächtig zu Werke gehen, damit wir gerecht sehnmögen, und gerecht, damit unsere Rache fürchterlich seh," antwor-tete Polwarth rasch, da er fürchtete, wenn der Strom noch einmallosbräche, möchte es seine Kraft übersteigen, ihm Einhalt zu thun.„Ein rechter Soldat erwartet immer erst seine Ordre; und welchesRegiment in der Armee kann sich seiner Disciplin rühmen, wennnicht das achtzehnte! Bildet einen Kreis um Euren Gefangenen,und hört zu, wahrend ich die Wahrheit aus ihm erforsche. Ist dieß