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Jünglings? Sprich, Weib, so lange noch Zeit und VernunftDir gegönnt sind!"
Lionel näherte sich aufs Neue ihrem Lager, von einem An-triebe geleitet, ven er nicht länger znrückhalten konnte, und redetesie feierlich an:
„Wenn Du etwas von dem fürchterlichen Unglücke weißst,das meine Familie befallen," sagte er, „oder auf irgend eineWeise zu dessen Entstehung beigetragen hast, so entlaste DeineSeele und stirb in Frieden! Schwester meines Großvaters! ja mehrnoch, Mutter meines Weibs! Ich beschwöre Dich, rede — wasweißst Du von meiner mißhandelten Mutter?"
„Schwester Deines Großvaters — Mutter Deines Weibs,"wiederholte Mrs. Lechmere langsam und auf eine Art, die hin-länglich den wirren, unstäten Gang ihrer Gedanken andeutete —„Beides ist wahr!"
„Sprich mir von meiner Mutter, wenn Du die Bande desBlutes anerkennst — erzähle mir von ihrem dunklen Schicksal!"
„Sie ist in ihrem Grab — todt — ja — ja — ihre ge-rühmte Schönheit von häßlichen Würmern aufgezehrt! Was willstDu weiter wissen, toller Knabe? Möchtest Du gar noch ihre Ge-beine im Leichenhemde sehen?"
„Die Wahrheit!" schrie Ralph; „bekenne die Wahrheit undDeine eigene verfluchte Theilnahme an der That!"
„Wer spricht?" wiederholte MrS. Lechmere und stimmte ihrenTon wieder zu dem zitternden Fall der Schwäche und des Altersherab, während sie zu gleicher Zeit um sich schaute, als ob eineplötzliche Erinnerung ihr Gehirn durchkreuzte; „sicher hörte ichTone, die ich kennen sollte!"
„Hier — sieh mich an — hefte das umherirrende Auge aufmich, wenn es noch Kraft hat zu sehen," schrie Ralph — „ichbin's, der zu Dir spricht, Priscilla Lechmere."
„Was willst Du? Meine Tochter? Sie ist in ihrem Grab!