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gekannt und darf in Wahrheit sagen, daß ich auf ihre endlichenFvlgen vorbereitet bin."
„Das ist gut," erwiederte der unbewegte und scheinbar unbe-wegliche Dränger: — „nimm denn und lies den feierlichen Rath-schluß Deines Gottes; und möge Er Dir Stärke verleihen, um sogroße Zuversicht zu rechtfertigen."
Indem er sprach, reichte er Mrs. Lechmere mit ausge-streckter welker Hand einen offenen Brief hin, welcher, wie LincolnSrascher Blick ihm sagte, seinen eigenen Namen auf der Aufschrifttrug. Ungeachtet dieses starken Eingriffs in seine Rechte verhieltsich der junge Mann ruhig, als er diese zweite grobe Einmischungin seine geheimsten Angelegenheiten von Seite des Andern ent-deckte; dagegen bewachte er mit regem Eifer den Eindruck, dendiese befremdeude Mittheilung auf seine Tante äußern würde.
Mrs. Lechmere nahm den Brief aus der Hand des Fremdenmit einer Art bezauberter Unterwürfigkeit, welche bewies, wie voll-ständig sein Auftreten sie unter seinen Willen gebeugt hatte. So-bald ihr Blick auf den Inhalt fiel, wurde er starr und wild. DasSchreiben war übrigens kurz und das Lesen bald beendigt. Nochfaßte sie es krampfhaft mit ausgestrecktem Arm, obgleich der leereAusdruck ihres Gesichts zeigte, daß sie es vor ein empfindungslosesAuge hielt. Ein Augenblick der Stille und athemlvser Verwun-derung trat ein. Ihr folgte ein Schauder, der den ganzen Körperder Kranken erschütterte, ihre Glieder zuckten heftig, bis dasRascheln des znsammcngefalteten Papiers bis in den entferntestenWinkel des Zimmers gehört wurde.
„Dieß trägt meinen Namen," rief Lionel, über ihre Be-wegungen erschrocken, und nahm das Papier aus ihrer nicht wider-strebenden Hand, „und hätte zuerst meinem eigenen Auge be-gegnen sollen."
„Laut — laut, theurer Lionel," bat ein schwaches aber ernstesFlüstern neben ihm; „laut, ich flehe Dich darum, laut!"