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gehorsame, meine würdige Tochter! Komm' und empfange einerMutter Segen — den Segen — den Du so sehr verdienst!"
Selbst Cäcilie, so warm und tröstend die Sprache ihrer Groß-mutter war, zauderte einen Augenblick, als sie die unnatürlichenTöne vernahm, in welchen die Aufforderung ausgesprochen wurde,und nahte sich ihrer Umarmung mit kälterer Miene, als ihrerhingebenden und arglosen Natur gewöhnlich war. Diese geheimeZurückhaltung dauerte übrigens nur «inen Augenblick; denn als siesich van MrS. Lechmere's umschließende» Armen heftig an ihreBrust gepreßt fühlte, blickte sie auf in das Gesicht ihrer Groß-mutter, um ihr gleichsam durch ihr eigenes unverstelltes Lächelnund ihre Thränen für so viele Liebe zu danken.
„Nun denn, Major Lincoln, hier haben Sie meinen größten,ich hätte fast gesagt, meinen einzigen Schatz!" fuhr Mrs. Lechmerefort: — „sie ist ein gutes, edles und gehorsames Kind und derHimmel wird sie dafür segnen, wie ich." Indem sie sich vorwärtsbeugte, fuhr sie mit weniger erregter Stimme fort: „Küsse mich,meine Cäcilie, meine Braut, meine Ladh Lincoln! denn bei diesentgeliebten Namen darf ich Dich jetzt nennen, wie er denn auch,nach den Gesetzen der Natur, gar bald der Deine seyn wird."
Cäcilie, durch die unzarte Freudenäußerung ihrer Großmutterverletzt, wand sich sanft aus ihren Armen und trat mit zu Bodengeschlagenen Blicken und mit brennenden Wangen willig zurSeite, um Lionel sich nahen und seinen Theil an den Glückwünschenempfangen zu lassen. Dieser stand still, um einen kalten, wider-strebenden Kuß auf die dargebotene Wange der Mrs. Lechmere zudrücken, und murmelte wenige unzusammenhängende Worte vonseinem gegenwärtigen Glück und der Verpflichtung, welche sie ihmauferlegt habe. Trotz des offenbaren, Verletzenden Triumphs, der diesonst so kalte und vorsichtige Weise der Kranken überwältigt hatte,mischte sich doch ungebeten ein starker Zug natürlichen Gefühls inihre Anrede an den Bräutigam. Die stolze und unnatürliche GlutyLionel Lincoln. zz