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„Gewiß, Job, kennst Du Miß Dynevor!" wiederholte Lioneimit einer Gereiztheit, über die er zu jeder andern Zeit gewiß selbstzuerst gekachelt hätte — „sie hat Dir oft Geld und Kleider gegeben."
„Ja, Mad. Lechmere ist ihre Großmutter!"
Dies war freilich eine der geringsten Empfehlungen, welcheseine Herrin in Lionels Auge besaß, der in innerlichem Unwilleneinen Augenblick schwieg, ehe er wieder begann:
„Laß ihre Verwandten seyn, wer sie wollen, sie soll dieseNacht noch mein Weib werden. Du wirst dableiben und der
Ceremonie als Zeuge anwohnen, dann wirst Du die Lichter aus-löschen und Dr. Liturgy den Kirchenschlüssel wieder zustellen.Morgen früh kannst zu mir kommen, und Dir Deine Beloh-nung holen."
Der Junge erhob sich mit wichtiger Miene und antwortete:
„Ja, ja; Major Lincoln will sich verheirathen und ladet Jobzur Hochzeit! Nun mag Nab ihre Sermone über Stolz undhoffärtiges Wesen halten, so lange sie will, Blut ist doch Blutund Fleisch bleibt Fleisch, was sie auch sagen mag!"
Von dem wilden Ausdrucke betroffen, der in des SimpelsAuge leuchtete, forderte Major Lincoln eine Erklärung seiner zwei-deutigen Rede. Ehe aber Job Zeit zur Antwort fand, und seinleerer Blick verrieth bereits wieder, daß seine Gedanken abermalsin ihre gewöhnlichen engen Gränzen zurückgetretcn waren — zogein Geräusch die Aufmerksamkeit Beider nach dem Eingang derKapelle. Die Thür öffnete sich im nächsten Augenblick und dieFigur des Geistlichen, mit Schneegüssen überpudert, und in eineMasse von Gewändern zum Schutz gegen die Kälte eingehüllt,schritt den Hauptgang der Kirche herauf. Lionel beeilte sich, ihnzu empfangen und ihn nach dem Sitze zu geleiten, den er noch ebenselbst eingenommen hatte.
Als Dr. Liturgp sich seiner Hüllen entkleidet hatte und inseinen Amtsgewändern erschien, verrieth sein wohlwollendes Lächeln