dieser mit jener Raschheit erwachte, welche die plötzliche, oft gestörteBeschaffenheit seiner gewöhnlichen Ruhe kund gab.
„Höre, Job, Du bist heute Abend ungewöhnlich finster," HubLionel an, indem er seine Unruhe durch verstellten Scherz zu ver-scheuchen suchte, „Du würdest dich sonst doch nach dem Grunde er-kundigen, warum ich der Kirche zu dieser außerordentlichen Stundemeinen Besuch abstatte,"
„Bostoner Leute lieben ihre Versammlungshänser," erwiederteder Simpel.
„Ja aber fie lieben auch ihre Betten, und die eine Hälfte ge-nießt nun das, wornach Dich so sehr zu gelüsten scheint."
„Job liebt Essen und Wärme."
„Und Schlaf auch, wenn man aus Deiner Betäubung einenSchluß ziehen darf."
„Schlaf ist süß; Job fühlt keinen Hunger, während er schläft."
Lionel schwieg im schmerzlichen Gefühl der Leiden, welche dieso deutlich ausgesprochene Hülflofigkeit des Andern ihn wahr-uehmen ließ.
„Ich erwarte den baldigen Besuch des Pfarrers, einiger Damenund des Kapitäns Polwarth."
„Job liebt Kapitän Polwarth — er ist immer sehr aufLebensmittel bedacht."
„Genug davon, Junge! Kannst Du denn an nichts denken,als an Deinen Magen!
„Gott machte den Hnnger," sagte Job düster „und Nahrungmachte er auch; aber der König behält Alles für seine Lärmteufel!"
„Gut, horch auf und merke, was ich Dir sage. — Eine vonden Damen, welche kommen werden, ist Miß Dynevor; Du kennstMiß Dynevor, Job? — die schöne Miß Dynevor?"
Cäciliens Reize hatten jedoch nicht ihren gewohnten Eindruckauf das stumpfe Auge des Einfältigen geübt, denn dieser sah denSprecher mit seiner gewöhnlichen theilnahmlosen Miene an.