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und zwar durch einen Zufall, der sie für lange Zeit nicht nur inihr Zimmer gebannt, sondern sogar auf's Krankenlager geworfen hatte.
An dem Tage, als Major Lincoln jene kritische Operationbestand, hatte seine Tante, wie man wußte, das Resultat derselbenmit inniger Besorgniß erwartet. Sobald ihr die glückliche Been-digung berichtet worden, eilte sie mit so unvorsichtiger Hastigkeitauf sein Zimmer, daß bei der allgemeinen Gebrechlichkeit ihrerJahre ein hinzngetretener Zufall ihr beinahe das Leben gekostethätte. Ihr Fuß verwickelte sich, als sie die Treppe hinaufeilte, inihre Schleppe und da sie den warnenden Zuruf von Agnes Dan-forth in einer Art achtloser Heftigkeit nicht beachtete, mit der sieschon öfter die anstandsvolle Förmlichkeit ihres Wesens verläugnethatte, that sie in Folge dessen einen Fall, der sich sogar bei einerviel jüngeren Frau als verderblich hätte erweisen können. DieVerletzung, welche sie davontrug, war schwer und innerlich; die Ent-zündung, wenn auch nicht gefährlich, hielt doch lange genug an,um die Besorgnisse ihrer Angehörigen zu erwecken. Doch wurdendie Symptome allmählig schwächer und ihre Genesung stand nichtlänger in Frage.
Da Lionel dieß Alles ans Cäcilien's Munde vernahm, so kannder Leser sich leicht denken, daß die Wirkung, welche durch dasInteresse hervorgebracht wurde, welches die Tante für sein Wohl-befinden an den Tag gelegt hatte, durch die Quelle nicht vermindertWurde, aus der er diese Kenntniß schöpfte. Obgleich übrigensCäcilie diesen so besonderen Beweis von Mrs. Lechmere's Anhäng-lichkeit an ihren Neffen mit vielem Ernste hervorhob, war eSLionel dennoch nicht entgangen, daß ihr Name in ihren häufigenUnterredungen nur selten nnd nie anders als mit ängstlichem Zart-gefühl von Seiten seiner Freundin erwähnt wurde, welche in diesemPunkte äußerst empfindlich schien. Als jedoch bei ihrem stündlichenZusammenseyn das Vertrauen auf ihrer Seite allmählig wuchs,begann er den Schleier, den weibliche Zurückhaltung über ihre