2L0
hörte, machen konnte, folgte seinem Führer nnd wurde in ein Ge-mach geleitet, wo ein Kricgsrath so eben seine Berathnngen ge-endigt hatte. Auf der Thürschwelle mußte er einem Officier Platzmachen, der sich in Eile beurlaubte und dessen mächtige Gestalt intiefen Gedanken etwas niedergebengt erschien, als er das dunkle,kriegerische Antlitz einen Augenblick erhob, um für die tiefe Ver-beugung des jungen Kriegers seinen Dank zu erwiedern. Um diesenFührer sammelte sich sogleich eine Gruppe junger Männer und alssie alle miteinander sich entfernten, konnte Lionel aus ihren Redenso viel zusammenreimen, daß sie ihren Weg nach dem Schlachtfeldenahmen. Das Zimmer war mit Ofsicieren von Rang angefüllt;hie und da sah man daneben einen Mann in Bürgerkleidung, dessendüstere, verlegene Blicke ihn als einen jener Mandamus-Rathgeberankündigten, deren üble Anweisung das Uebel beschleunigt hatte,welches ihre Weisheit nun nimmer wieder gut zu machen vermochte.Aus einem kleinen Kreise dieser hartgetänschten Bürgerlichen tratGage's anspruchslose Gestalt Lioneln entgegen und bildete durchdie Einfachheit seines Anzugs einen auffallenden Kontrast zu demkriegerischen Glanze, der um ihn her schimmerte.
„Womit kann ich Major Lincoln dienen?" fing er an und reichtedem jungen Mann mit Herzlichkeit die Hand, erfreut, wie es schien,von seinen lästigen Nathgebern befreit zu seyn, die er mit so wenigUmständen verlassen hatte.
„,Wolfs Eigne< marschirten so eben an mir vorüber nachden Booten und sch habe mir die Freiheit genommen, mich zu EuerErcellenz mit der Frage zu drängen, ob es jetzt nicht Zeit wäre,daß ihr Major seinen Dienst wieder bei ihnen anträte?"
Ein Schatten des Nachdenkens lagerte sich für einen Augen-blick auf den ruhigen Zügen des Generals, worauf er mit freund-lichem Lächeln antwortete:
„Es wird nichts weiter als ein Vorpostengefecht geben undmuß in Kurzem abgethan seyn. Wollte ich aber jedem braven