Unruhe ihre Absichten fördern mochte, als ob die beiden Ver-schworenen mit ihrem Plane vollkommen glücklich gewesen. Pol-warth war der Erste, der mit seiner Verlegenheit Mitleid fühlteund mit sorgloser Miene bemerkte:
„Vielleicht kann ich einen Vorschlag machen, wodurch Mr.Sage seinen Nacken von dem Stricke loskaufen und zu gleicher Zeiteinem alten Freund einen wesentlichen Dienst leisten kann.
„Hörst Du das, Du, der Menschen und Vieh verwechselt!"rief M'Fuse. „Nieder auf Deine Kuiee und danke Herrn PeterPolwarth für seine mitleidige Gesinnung."
Seth war nicht »»erfreut, so freundliche Absichten aussprechenzu hören; aber durch Gewohnheit bei allem Handel vorsichtig,unterdrückte er jedes Zeichen seiner Freude und sagte mit einerMiene der Ueberlegung, die dem abgefeimtesten Händler in King-Street Ehre gemacht haben würde: „er möchte erst gerne die Be-dingungen hören, ehe er seine Entscheidung abgebe."
„Sie sind einfach folgende," erwiederte Polwarth: „Ihr solltnoch heute Abend Paß und Freiheit erhalten unter der Bedingung,daß Ihr diesen Vertrag unterzeichnet, durch welchen Ihr Euchverbindlich macht, unfern Tisch, so lange der Ort belagert ist, wiegewöhnlich mit gewissen Artikeln an Speise und Nahrung, wie hierbeiverzeichnet worden, zu versehen und dieselben zu den ausgesetztenPreisen zu liefern: — ich denke, auch der ärgste Jude am Herzogs-platze wird g'egen Letztere nichts eiuzuwenden haben. Nehmt dasInstrument hier, lest es und unterzeichnet, damit wir innerlich ver-dauen mögen."
Seth nahm das Papier und prüfte es mit jener Schärfe, dieer auf Alles anzuwenden gewobnt war, was seine pekuniärenInteressen berührte. Er machte Einwendungen gegen den Preisjedes einzelnen Artikels, welche sämmtlich seines hartnäckigen Wider-standes wegen abgeändert werden mußten; überdieß bestand er aufder Beifügung einer Klausel, wonach ihm für den Fall, daß der