erwiederte der Alte und lächelte gleichsam im Vewußtseyn seinerWissens und seiner Macht; „wenn Sie daran zweifeln, so gehenSie hinab und fragen Sie die arme Bewohnerin dieses Narren-hauseS — oder die schuldvolle Wittwe von John Lechmere."
„Nein, ich zweifle an Nichts, als an meiner eigenen Geduld;die Augenblicke fliehen rasch dahin und noch soll ich Alles ersterfahren, was ich zu wissen wünsche."
„Dieß ist weder die Zeit noch der Ort, wo Sie die Geschichtehören sollen," antwortete Ralph; „ich habe schon gesagt, wirwerden jenseits des Kollegicnhauses zu diesem Zwecke Zusammentreffen."
„Wer aber kann nach den Ereignissen dieses Tages sagen,wann wohl ein Diener der Krone sich in Sicherheit dorthin wirdwagen können?"
„Wie!" rief der Alte mit lautem bitterem Lachen, „hat derJunge die Stärke und die Willenskraft der verachteten Kolonisten,so bald erprobt? Doch ich verpfände Dir mein Wort, daß Dudennoch in Sicherheit die Stelle erblicken sollst. — Ja, ja, PriScillaLechmere, Deine Stunde hat geschlagen und Dein Nrtheil istgefällt für immer!"
Lionel erwähnte nochmals seiner Tante und deutete auf dieNothwendigkeit hin, bald wieder bei ihr zu seyn, da er unten schonFußtritte hörte, welche verkündeten, daß Anstalten zu ihrem Auf-bruch gemacht würden. Aber seine Bitten und Vorstellungen bliebennun gänzlich unbeachtet; sein betagter Gefährte schritt rasch inseinem kleinen Zimmer auf und ab und murmelte unzusammen-hängende Reden, worin allein der Name PriScilla unterschiedenwurde; sein Angesicht zeigte den inneren Kampf heftiger, verzehrenderLeidenschaften. Wenige Augenblicke darauf hörte man Abigail'Sgrelle Stimme ihrem Sohn auf eine Weise rufen, welche deutlichverrieth , wie sie wohl wisse, daß er irgendwo im Gebäude verstecktseyu müsse. Job hörte ihren wiederholten Ruf, bis ihre Stimmezornig und drohend wurde, woraus er sachte aus seiner Ecke