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Nm den Jungen zu besänftigen, machte Lionel einige freund-liche, begütigende Bemerkungen, dach der Andere würdigte ihnkeiner Antwort, sondern fiel mürrisch in seinen Winkel zurück, alswollte er sich von den Anstrengungen des Tags durch einige Augen-blicke des Schlafes erholen. Unterdessen war Ralph in tiefe Träu-merei versunken, und der junge Krieger erinnerte sich,-daß es schonspät an der Zeit war und er noch keine Auskunft über jene räth-selhaftcn Anklagen erhalten hatte. Er berührte deßhalb diesenGegenstand auf eine Weise, wie er sie für die geeignetste hielt,um die gewünschte Aufklärung zu erhalten. So wie Lionel derBewegung seiner Tante gedachte, erhob sein Gefährte wieder dasHaupt und ein Lächeln wie das des Triumphs zuckte über dasverfallene Antlitz des Greises, der mit Nachdruck auf seine Brustdeutend antwortete:
„Hier war'S, Knabe, hier — nichts Geringeres als die Machtdes Gewissens und eine Kenntniß der Dinge, wie die meine,konnte dieses Weib in Gegenwart eines andern menschlichen Wesenssprachlos dahin strecken."
„Worin besteht aber diese außerordentliche Kenntniß? Ichbin gewissermaßen der natürliche Beschützer von MrS. Lechmere,und unabhängig von meinem eigenen Interesse an Ihrem Geheimniß,habe ich ein Recht, in ihrem Namen eine Erklärung jener soernsten Behauptungen zu fordern."
„In ihrem Namen!" wiederholte Ralph. „Warten Sie,ungestümer junger Mann, bis sie Ihnen befiehlt, in der Untersuchungweiter zu dringen — dann soll mit der Stimme des Donnersgeantwortet werden."
„Wenn nicht aus Gerechtigkeit gegen meine bejahrte Tante,so gedenken Sie wenigstens Ihres wiederholten Versprechens, mirdie traurige Geschichte von dem Unglück meines Hauses zu enthüllen,von der Sie Kenntniß zu haben behaupten."
„Ja, von ihr und noch von vielem Andern besitze ich Kenntniß,"