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Gelegenheit geboten haben würde, die Scheidewand ihres berech-nenden Temperaments zu durchbrechen. Bei seinen jugendlicherenVerwandtinnen jedoch war in wenigen Tagen der Fall ein ganzverschiedener. Agnes Dansorth, die nichts zu verbergen hatte, be-gann unmerklich an der Männlichkeit und Grazie seines WesensGefallen zu finden, und noch vor dem Ende der ersten Woche ver-focht fie die Rechte der Colonisten, lachte über die Thorheiten derOfficiere und gestand ihre eigenen Dorurtheile mit einer Vertrau-lichkeit und guten Laune, welche sie bald wiederum zum Lieblingihres englischen Cousins machte, wie Lionel von ihr genanntwurde. Das Betragen von Cäcilie Dynevvr aber fand er weitverlegener, wenn nicht geradezu unerklärlich. Tage lang saß sieferne, schweigsam und zurückhaltend, und auf einmal, wie durchplötzliche Eingebung, wurde sie wiederum heiter und natürlich; dannleuchtete ihre ganze Seele in den strahlenden Augen, ihre unschul-dige muntere Laune durchbrach die Bande des Zwangs und machtenicht nur sie, sondern auch Alle um sie her glücklich und froh.Manche volle Stunde quälte sich Lionel, um den Grund dieserunerklärlichen Veränderlichkeit zu erfassen, die sich in dem Benehmender jungen Dame zu verschiedenen Zeiten kund gab. Es war etwasungemein Reizendes selbst in der Beschaffenheit ihrer Launen, wasin ihm, bei ihrer wunderschönen Gestalt und ihrem seelenvollen Antliz,ein besonderes Interesse für sie erweckte, so daß er allmälich eingenauerer Beobachter ihrer Wunderlichkeit wurde und insgeheim sichhingezogen fühlte. mit wärmerem Antheil auf ihre Bewegungen zublicken. Zn Folge dieses Eifers verlor Cäciliens Betragen fastunmerklich von seiner Veränderlichkeit und wurde mehr gleichförmiganziehend, während Lionel durch ein unerklärliches Ucbersehen baldvergaß, diesen Wechsel in's Auge zu fassen oder selbst dessen An-gjkhllngskraft zü vermissen.
In einer gemischten Gesellschaft, wo Vergnügen, Gesellig-keit und eine Menge von Gegenständen darauf hinwirken, die