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Plätzen, die ihm zum Theil noch bekannt, theilweise aber auch seinemGedächtnisse entschwunden waren, durch die Oeffnungen des Nebelsgleich Gebilden der Phantasie an seinen Augen vorüberschwcbteu.Die ganze Scene, belebt wie sie war, und in rastloser Bewegung,wie die fortwährenden Veränderungen zeigten, erschien seinen auf-geregten Gefühlen als ein wundersames Panorama, das einzig vorseinen Augen sich entfaltete. Während er in diesen Anblick vertieftwar, wurde er plötzlich in seiner Betrachtung durch eine Stimmennterbrochen, die offenbar in kurzer Entfernung von seinem Stand-punkte sich vernehmen ließ. Es war ein Mensch, der nach einerbekannten, englischen Melodie Bruchstücke einer Ballade sang, miteiner Stimme, die durch ihren widrig näselnden Ton besonders un-angenehm aufsiel. Durch die häufigen Pausen des Gesangs wurdees ihm möglich, einige Worte des Tertes aufzufaffen, die nach ihrerWiederholung zu schließen, allem Anschein nach bestimmt waren,den Schlußchor der sonderbaren Weise zu bilden. Der Leser wirdden Charakter des Ganzen aus den folgenden Zeilen beurtheileukönnen, welche also lauteten:
Seht nur, sie Alb, die Frei'!!,
Sie zich'n davon;
Nur wer ein Sklav mag sehn.
Bleibt und schlürft Giftthec ein;
Schmach ihm zum Lohn!
Nachdem Lionel diesem Singsang eine Weile zngehört, folgteer der Richtung, wo die Töne herkamen, und entdeckte hier JobPray, der auf einer von den Stufen saß, welche das Aufsteigenzu der Platform erleichterten, und sich eben mit Nüffeknackcn be-schäftigte, wobei er denn die freien Augenblicke, wenn sein Mundnichts Besseres zu thun fand, dazu benützte, die oben erwähntenSingweisen von sich zu geben.
„Ei, ei, Meister Pray, kömmst Du hieher, der Göttin derFreiheit Deine Lobgesänge anzustimmen — an einem Sonntag Morgen?"
Lionel Lincoln. 4