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Auf ihre beiden Begleiterinnen sich lehnend, zog sich die alteDame zurück und ließ Lionel im rollen Besitze des Zimmers. Daes schon spät an der Zeit und die Rückkehr der jüngeren Damennach den Komplimenten, die sie ausgetanscht hatten, nicht mehr zuerwarten war, rief er nach Licht und wurde auf sein Zimmer ge-führt. Sobald die wenigen unentbehrlichen Dienste, welche einemGentleman damaliger Zeit einen Diener nöthig machten, verrichtetwaren, entließ er Meriton, warf sich aufs Bett und suchte dieSüßigkeiten des Kissens.
Mancherlei Vorfälle waren ihm übrigens an diesem Tage be-gegnet, die jetzt eine Reihe von Gedanken in ihm erregten, welcheihn hinderten, die natürliche Ruhe, die er suchte, zn finden. Nach-dem er sich langem und unerfreulichem Nachsiunen über gewisseEreignisse hingegeben hatte, welche zu eng mit seinen persönlichenGefühlen zusammenhingcn, um sie leicht zu übergehen —begann der junge Mann über seine Aufnahme und über die Per-sonen Betrachtungen anzustellen, die ihm hier eigentlich zum Ersten-mal vorgeführt worden waren.
Es war völlig klar, daß beide, Mrs. Lechmere und ihre En-kelin, jede ihre besondere Nolle spielten, ob aber in Nebereinstimmungoder nicht, blieb noch zu entdecken. In Agnes Dansorth aberkonnte er mit all seiner Feinheit nichts als die offenen und geraden,wenn auch etwas derben, Eigenthümlichkeiten ihrer Natur undErziehung bemerken. Wie die meisten jungen Männer, welche ebendie Bekanntschaft zweier jungen weiblichen Wesen gemacht haben, diebeide durch körperliche Reize weit über die Mehrzahl ihres Ge-schlechts hervorragen, schlief auch er im Nachsinnen über ihreCharaktere ein. Und so kann es wohl, bei Erwägung der Umstände,nicht auffallend erscheinen, wenn wir hinzusügen, daß er bis zumMorgen vom Avon, dem stattlichen Schiffe aus Bristol träumte,an dessen Bord er bei den Küsten von Neufundland ein Schiffs-gcricht cinzunehmen glaubte, das auf höchst räthselhafte Art von